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Wahnsinn im Supermarkt: Kassiererin packt aus, welche Situationen mit Kunden sie auf die Palme bringen

Veronika arbeitet als Kassiererin bei einer bekannten Supermarkt-Kette und kommt täglich mit vielen Menschen in Kontakt. Dabei erlebt sie immer wieder Situationen, die sie sprachlos hinterlassen.

Mitarbeiter notiert etwas hinter einer Kasse

Ein Mitarbeiter eines Ladengeschäfts arbeite an einer Kasse (Symbolfoto)

Getty Images

Es ist Dienstagmorgen. Veronika sitzt an der Kasse einer bekannten Supermarktkette, in der sie seit mehr als zwei Jahren arbeitet. Sie räumt Regale ein, kümmert sich um Sauberkeit im Ladengeschäft, berät und kassiert Kunden. "Guten Morgen“ sagt sie freundlich zu einem Kunden, der häufiger in den Markt kommt – dieser antwortet nicht. Sie wiederholt ihren Gruß etwas lauter: "Guten Morgen“. Der Kunde schaut sie mürrisch an und bringt ein stoffeliges "Morgen“ hervor. "Geht doch“ denkt sich die Frau. Das erlebt sie leider häufiger, berichtet sie: "Inzwischen kenne ich meine Pappenheimer und begrüße die Kunden so lange, bis sie mir auch eine Begrüßung entgegen bringen.“

Menschen mit Telefon oder Kopfhörern sind noch harmlos

Auf Höflichkeit und Respekt legt Veronika großen Wert. Allerdings stehen diese Punkte leider nicht mehr bei jedem Kunden auf der Tagesordnung, berichtet sie. "So schnell, wie die Kunden in den Laden kommen, wollen sie diesen auch wieder verlassen. Dabei sind ihnen ihre Mitmenschen meistens egal – auch die Kassierer.“ Kunden, die beim Kassieren telefonieren oder die Kopfhörer nicht aus ihren Ohren nehmen, während der Bezahlung, sind dabei das geringste Übel. Es käme immer wieder vor, dass sich Kunden versuchen an der Kasse vorzudrängeln. Manche erfinden Ausreden, um schneller an den Anfang der Schlange zu gelangen. Dann fallen auch mal Sätze wie "Machen sie doch mal eine weitere Kasse auf“ oder "Geht das nicht schneller?“. Eine Situation ist der Kassieren besonders in Erinnerung geblieben: " Ich musste mal eine Kasse schließen, um auf die Toilette zu gehen. Ich entschuldigte mich bei den Kunden, die sich noch anstellen wollten und bekam dann erwidert, warum ich mir nicht einen Eimer unter die Kasse stellen könnte – ich war sprachlos!“

Kunden, die unnötig Arbeit machen

Etwas, was viele Kunden machen und worüber die Supermarkt-Angestellten hinwegsehen müssen, berichtet Veronika: "Oftmals denken Kunden auf dem Weg zur Kasse noch einmal über den Inhalt ihres Einkaufswagens nachdenken. Wenn sie ein Produkt doch nicht kaufen möchten, bringen sie es nie dorthin zurück, woher sie es ursprünglich geholt haben. Da landet Käse zwischen den Keksen, die Schokolade in der Tiefkühltruhe oder das Fleisch im Gemüse“. Einmal hatte Veronika einen Kunden darauf angesprochen, der gerade ein Produkt irgendwo platzierte. Dieser wurde wütend und sagte zu ihr, dass sie unfreundlich sei und sie doch schließlich dafür bezahlt werde, es wieder ins richtige Regal zurückzubringen. "Dabei vergessen die Kunden leider, dass wir nicht den ganzen Tag Zeit dafür haben – wir müssen ja auch schnell und freundlich kassieren“ sagt sie mit einem Lächeln.

Positive Erlebnisse gibt es auch

"Es gibt aber auch wirklich herzallerliebste Kunden“ erzählt Veronika. "Kinder haben mir schon Bilder gemalt, Weihnachten schenken uns Kunden selbstgebackene Plätzchen oder zwischendurch auch mal ein Pfund Kaffee als Dankeschön für die Freundlichkeit“. 

Hinweis aus der Redaktion: Zum Schutz der Mitarbeiterin haben wir einen anonymen Namen verwendet.

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ky
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