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900 Beschäftigte streiken Dritter Tag: Post-Warnstreik mit geringen Auswirkungen

Verdi-Warnstreiks bei der Post
Ein Schild der Gewerkschaft Verdi mit der Aufschrift «Heute Streik» steht vor einer Deutsche-Post-DHL-Niederlassung. Foto: Moritz Frankenberg/dpa
© dpa-infocom GmbH
5,5 Prozent mehr Geld fordert die Gewerkschaft Verdi. Der dritte Streiktag hat aber nur wenig Einfluss auf die Auslieferung von Paketen und Briefen.

Wegen des Tarifkonflikts bei der Deutschen Post haben am Freitag nach Firmenangaben 65.000 Pakete und 356.000 Briefe nicht wie geplant ihre Empfänger erreicht.

Der Anteil an der bundesweiten Tagesmenge ist aber gering: Wie die Deutsche Post mitteilte, handelte es sich um 1,2 Prozent der Pakete und um 0,6 Prozent der Briefe. Am Vortag waren im Rahmen der Warnstreiks deutlich mehr Sendungen liegengeblieben. Allerdings beziehen sich die niedrigen Prozentzahlen auf die bundesweite Menge - in Regionen, die von den Auswirkungen betroffen sind, können durchaus viele Briefkästen leergeblieben sein.

Rund 900 Beschäftigte beteiligten sich am Freitag an den Arbeitsniederlegungen, so der Bonner Konzern - und zwar vor allem in Berlin, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Die Gewerkschaft Verdi fordert in der Auseinandersetzung 5,5 Prozent mehr Geld für 140.000 Beschäftigte und begründet dies unter anderem mit guten Geschäften dank des Paketbooms im Online-Handel. Die Post hält so eine Tariferhöhung für zu hoch, sie verweist auf Einbußen bei der Werbepost und auf die insgesamt schwächelnde Konjunktur wegen Corona.

Zuletzt sah es trotz der Pandemie aber gut aus für den Bonner Konzern: Im zweiten Quartal 2020 kletterte sein Umsatz mit Briefen und Paketen in Deutschland um sieben Prozent auf 3,63 Milliarden Euro.

dpa

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