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Ab 1. März 2017: Rauchverbot, TV-Empfang und Cannabis: Das ändert sich für Verbraucher

Für Verbraucher ändert sich am 1. März einiges: So dürfen Hausbesitzer ihre Hecke nicht mehr schneiden - um nistende Vögel zu schützen. Im Wald gilt nun ein Rauchverbot, um Waldbrände einzudämmen. Alle Änderungen im Überblick.

Änderungen am 1. März

Diese Änderungen am 1. März kommen auf Verbraucher zu.


Für Verbraucher ändert sich im März wieder einiges: Wer einen neuen Reisepass braucht, bekommt ihn mit zusätzlichen Sicherheitsmerkmalen. Fernsehzuschauer mit Antennenempfang müssen sich auf einen neuen Übertragungsstandard einstellen. Und Cannabis gibt es künftig auf Rezept.

Post bittet Postfach-Nutzer kräftig zur Kasse

Alle Nutzer der rund 818.000 Postfächer müssen ab Mittwoch dafür zahlen, dass sie ihre Briefe in der Filiale abholen können. Dann wird auch für alle Bestandskunden eine Jahresgebühr von 19,90 Euro fällig. Neukunden zahlen diese bereits seit vergangenem Juli. Die Deutsche Post begründete die jährliche Mietgebühr mit regelmäßigen Kostensteigerung. Nach Ansicht des Unternehmens fallen die Kosten für Verbraucher mit weniger als zwei Euro im Monat "maßvoll" aus.


Zusatzversicherung für Einlagen bei Bausparkassen endet

Der spezielle Bausparkassen-Einlagensicherungsfonds wird aufgelöst. Ab 1. März sind Einlagen von Bausparkunden nur noch bis zu einem Wert von 100.000 Euro abgesichert - über die gesetzliche Einlagensicherung. Was über diese Summe geht, wäre im Falle einer Pleite einer Bausparkasse weg. Nach Angaben des Bausparkassen-Verbands ändert sich aber für 99,8 Prozent der Bausparkunden nichts, weil ihre Bausparverträge die Schwelle von 100.000 Euro gar nicht überschreiten.

Neuer Reisepass soll mehr Sicherheit bringen

Zu den auffälligsten Änderungen beim neuen Reisepass gehört der Ersatz des bisherigen Hardcover-Umschlags durch einen auch in rot gehaltenen flexibleren Umschlag. Vorder- und Rückseite zeigen unterschiedliche Prägungen. Aus dem Sicherheitskonzept des Personalausweises übernommen wurde die Passkarte aus Polycarbonat mit eingebettetem Sicherheitsfaden. Darauf steht die Dokumentennummer sowie der Name des Passinhabers.
Die neuen Reisedokumente werden ab Mittwoch ausgegeben. Alte Pässe sind aber bis zu deren regulärem Ablauf gültig. Der Preis für den neuen Reisepass steigt mit der Neugestaltung von 59 auf 60 Euro. Für bis zu 24-Jährige bleibt es wie bisher bei 37,50 Euro.


Neue Kennzeichen für Mopeds und Mofas

 Die Nummernschilder für Mofas und Mopeds wechseln mit dem Beginn des neuen Versicherungsjahres immer zum 1. März ihre Farbe: Ab Mittwoch sind die grünen Kennzeichen nicht mehr gültig. Wer trotzdem noch mit einem solchen Nummernschild weiterfährt, hat keinen Haftpflichtversicherungsschutz und macht sich strafbar. Die neuen schwarzen Kennzeichen sind direkt beim Versicherer erhältlich.

Cannabis auf Rezept für Schmerzpatienten

Ärzte können chronisch Kranken Cannabis-Extrakte auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung verschreiben. Die Mediziner dürfen selbst entscheiden, ob die häufig zur Schmerzlinderung eingesetzte Cannabis-Therapie sinnvoll ist, auch wenn im Einzelfall noch andere Behandlungsoptionen bestehen. Krankenkassen dürfen die Genehmigung einer Cannabis-Therapie nur in begründeten Ausnahmefällen verweigern.
Vertrieben werden sollen die Cannabis-Produkte von Apotheken. Eine staatliche Cannabis-Agentur soll Anbau und Vertrieb koordinieren und kontrollieren. Die Neuregelungen sollen im Monatsverlauf in Kraft treten.

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Ende März ist DVB-T Geschichte: Verbraucher müssen umstellen

 Für Fernsehzuschauer ohne Satellitenschüssel oder Kabelanschluss wird es allmählich ernst: Ab 29. März werden Sendesignale in einem regional gestaffelten Verfahren von DVB-T auf DVB-T2 umgestellt - den Anfang machen große Ballungszentren und ihre Einzugsbereiche. Der Wechsel soll dazu führen, dass mehr Programme in besserer Qualität über ein begrenztes Frequenzspektrum übertragen werden können.
Ohne entsprechende technische Nachrüstungen werden sich Fernsehsendungen über Antennen in vielen Fällen nicht mehr gucken lassen. Fernsehzuschauer brauchen ein Empfangsgerät, das DVB-T2-Signale verarbeiten kann. Die bisherigen DVB-T-Receiver können das nicht, sodass sie nutzlos werden.

Hecken nicht mehr im Sommer schneiden

Für Hausbesitzer und Hobby-Gärtner gibt es auch eine Änderungen: Wer seine Hecke stark stutzen oder gar einen ganzen Strauch entsorgen will, sollte das bis Ende Februar erledigt haben. Denn dem Tierschutz (nistende Vögel) zuliebe sind radikale Rodungsarbeiten zwischen dem 1. März und 30. September verboten. Wer sich über das Verbot hinwegsetzt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro bestraft werden kann.

Rauchen im Wald wird verboten

Ab dem ersten März herrscht in allen Wäldern Deutschlands Rauchverbot. Der Grund liegt auf der Hand: So soll die Waldbrandgefahr eingedämmt werden. Auch in der Nähe von Wäldern dürfen nun künftig keine Lager- oder Grillfeuer mehr angezündet werden. Auto, Motorräder und Nutzfahrzeuge dürfen nicht auf Waldwegen abgestellt werden, da ihre heiß gelaufenen Katalysatoren Feuer entfachen können.

Gaspreise sinken

Seit Anfang 2017 haben 274 Gasversorger die Preise reduziert - oder werden dies bis Ende März tun. Durchschnittlich um 6,3 Prozent purzelten die Preise. Die Kosten für Strom hingegen stiegen zum Jahresbeginn. 

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kg / AFP