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Aldi, Lidl & -Co. im ARD-Check: Supermarkt gegen Discounter - wo ist es wirklich günstiger?

Die ARD vergleicht im Geld-Check den Lebensmitteleinkauf beim Discounter und im Supermarkt. Das Ergebnis: Aldi, Lidl und Co. sind nicht immer billiger. Aber können Discounter auch Qualität bieten?

Aldi und Lidl gegen Edeka und Rewe: Die Discounter sind längst nicht mehr unangefochten billig. Die Supermärkte bieten günstige Eigenmarken an.

Aldi und Lidl gegen Edeka und Rewe: Die Discounter sind längst nicht mehr unangefochten billig. Die Supermärkte bieten günstige Eigenmarken an.

Bei jedem Besuch im Supermarkt geben die Deutschen 15,43 Euro aus - zumindest statistisch. Insgesamt gab Deutschland im Jahr 2014 rund 159 Milliarden Euro für den Lebensmitteleinkauf aus. Aber wie viele Lebensmittel bekommt man für diesen Betrag? Dieser Frage geht der aktuelle ARD-Geldcheck nach. In der dritten Folge des Preis-Vergleichs stehen Supermärkte und Discounter im Fokus: Wo bekommen Einkäufer mehr für ihr Geld? Und: Leidet die Qualität unter dem Preisdruck?

Deutsche wollen Qualität - und billige Preise

In keinem europäischen Land ist der Lebensmittelmarkt so umkämpft wie in Deutschland. Rund 55.000 Supermärkte und Discounter konkurrieren um Kunden - mit der Dichte an Einkäufsstätten ist Deutschland absolute Spitze. Und die Deutschen sind deutlich preissensibler als andere Europäer: Hierzulande müssen die Lebensmittel vor allem günstig sein, doch unwichtig ist die Qualität den Deutschen auch nicht. Laut einer aktuellen Umfrage achten 51 Prozent der Befragten auf die Qualität, 49 Prozent ist der Preis wichtig.

Grundnahrungsmittel kosten überall gleich

Im ARD-Geldcheck wird zunächst der Preis überprüft. Dafür landen die sieben Grundnahrungsmittel Butter, Wasser, Milch, Zucker, Mehl, Nudeln und Kaffee im Einkaufswagen der Tester. Das Ergebnis überrascht: Egal, ob die Tester bei Edeka, Rewe, Aldi, Penny oder Norma einkaufte, gaben sie immer sechs Euro und acht Cent aus. "Die ganzen Händler beobachten sich gegenseitig", sagt der Lebensmittelhandelsexperte Matthias Queck. Im Preiseinstiegsbereich würden meist die Discounter den Preis vorgeben und die anderen Händler ziehen nach.

Eigenmarken sind Umsatztreiber

Als zweite Kategorie prüfen die ARD-Tester die Eigenmarken. Und die sorgen auch bei den Supermärkten inzwischen für einen Umsatzschub. Bei Rewe gibt es rund 600 Artikel der Eigenmarke "ja", bei Edeka gibt es sogar 1500 "gut-und günstig"-Artikel. Für den Test kommen zu den Grundnahrungsmitteln jetzt noch Toast, Butterkekse, Margarine, Kochschinken, Fischstäbchen und Orangensaft. Auch hier zahlen die Tester kaum mehr an der Kasse: 12,50 Euro kostet der Einkauf bei den Discountern und bei Edeka. Bei Rewe bezahlen die Tester mit 12,70 Euro nur unwesentlich mehr.

Markensortiment macht den Unterschied

Die großen Preisunterschiede entstehen vor allem durch Markenprodukte. Die gibt es inzwischen auch bei Discountern, doch versucht der Handel durch unterschiedliche Produktgrößen die Preise für Verbraucher nicht so einfach vergleichbar zu machen. So gibt es Nutella auch bei Aldi und Lidl, doch das Glas ist größer als in den Supermärkten. Cola wird bei den Discountern nur in der 1,25 Liter-Flasche verkauft und kostet 89 Cent. Im Supermarkt gibt es die Liter-Flasche hingegen für 99 Cent. Für Kunden ist dieses Größen- und Preiswirrwarr sehr unübersichtlich.

Gute Qualität bei Gemüse

Aber wie steht es mit der Qualität der Waren? Um das zu testen, kaufen der ARD-Geldchecker Brokkoli und Kartoffeln ein, jeweils als Standard- und Bio-Ware bei Edeka, Rewe, Aldi und Lidl. Die Preise klaffen weit auseinander: Die Discounter sind um ein Drittel günstiger als die Supermärkte.

Die Kartoffel werden in einem Lebensmittellabor untersucht: Wie hoch ist die Pestizidbelastung? Auch der Stärkeanteil wird gemessen sowie das enthaltene Vitamin C. Das Ergebnis zeigt: Die Kartoffeln vom Discounter unterscheiden sich kaum von denen aus dem Supermarkt. Auch der Discounter-Brokkoli ist mit dem aus dem Supermarkt vergleichbar. "Das ist ein großartiges Ergebnis", sagt dann auch Dennis Leupold vom Bremer Labor für Rückstandsanalytik. "Die Kartoffeln sind gut, der Broccoli auch."

Und wie steht es mit dem Service? Und dem Frischfleischangebot? Und halten Discounter und Supermärkte, was sie in der Werbung versprechen? Den großen Geldcheck "Supermarkt oder Discounter" läuft am Montag, 18. Mai 2015, um 20:15 in der ARD oder in der ARD Mediathek.

Katharina Grimm
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.