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"Aldi liefert": Aldi Nord startet Lieferservice - allerdings nur für wenige Produkte

Kunden von Aldi Nord können sich künftig ausgewählte Artikel direkt nach Hause liefern lassen. Das Angebot "Aldi liefert" ist nicht ganz neu - der Bruder-Discounter Aldi Süd liefert bereits seit 2017.

Aldi Nord startet Lieferdienst

Aldi Nord startet Lieferdienst

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Aldi Nord steigt ins Liefergeschäft ein. Unter dem Namen "Aldi liefert" bringt der Discounter die Bestellungen der Kunden bis an deren Haustür. Damit erweitert Aldi Nord sein Angebot durch einen Service, der von Aldi Süd bereits seit 2017 angeboten wird. "Wir freuen uns, dass unsere Kunden die Artikel nun auch online bestellen können. Damit erleichtern wir den Einkauf und sprechen neue Zielgruppe", zitiert die "Lebensmittelzeitung" den Discounter. Bezahlt werden kann der Einkauf per Kreditkarte oder Paypal. 

Wer nun hofft, den wöchentlichen Aldi-Einkauf bequem nach Hause liefern lassen zu können, wird allerdings enttäuscht. Im Angebot sind bislang ausschließlich Non-Food-Artikel. Zum Start des neuen Angebots bietet Aldi Nord einen Smart-TV, Laptops und einen PKW-Anhänger. Die angegebenen Preise, beispielsweise 999 Euro für einen Elektro-Roller, verstehen sich inklusive Lieferkosten und Steuern. Die angebotenen Artikel sind nicht in den Filialen erhältlich, sondern ein reines Online-Angebot, das vom 9.9 bis zum 28.9 gilt. Kunden haben ein 60-tägiges Rückgaberecht und der Rückversand ist kostenlos. Außerdem können die Artikel auch an eine Packstation geliefert werden.

Aldi, Lidl und Co.: Die Lieferdienste der Supermärkte

Deutschlands Supermarkt- und Discounterketten haben bisher sehr unterschiedlich auf den Online-Boom beim Einkaufen reagiert. So bieten Real, Edeka und Rewe auch Lebensmittel als Lieferware an. Wettbewerber wie Lidl oder Kaufland hatten diesen Dienst in den vergangenen Jahren zwar angeboten. Doch die hohen Kosten und die geringe Nachfrage zwangen sie zur Aufgabe. "Bei Lebensmitteln bleiben die Deutschen dem stationären Handel treu", so die Marktforscher von Nielsen. Allerdings betreiben viele Discounter und Supermärkte Online-Shops, in denen Kunden Haushaltsgeräte oder auch Wein kaufen können. 

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kg