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Attraktivität mittelmäßig: Deutschlands Innenstädte haben ein Problem

Der Einzelhandel ist im Umbruch. Doch die Fußgängerzonen in den Innenstädten sind darauf schlecht vorbereitet. Ihr Ambiente lässt in den Augen vieler Verbraucher zu wünschen übrig. Eine Studie zeigt Auswege.

In der Innenstadt

Die an einem Freitag fast leere Hofer Fußgängerzone. Foto: Matthias Merz

In vielen deutschen Innenstädten herrscht Alarmstimmung: Die Kunden machen sich rar. Nach einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens Shoppertrak lagen die Besucherzahlen in den Innenstädten im vergangenen Jahr in zehn von zwölf Monaten unter dem Vorjahresniveau.

Tatsache ist: Die Einkaufsstraßen in den deutschen Innenstädten sorgen bei den meisten Verbrauchern derzeit allenfalls für lauwarme Begeisterung. Bei einer Befragung von mehr als 59.000 Innenstadtbesuchern in 116 Städten durch das Kölner Institut für Handelsforschung (IFH) gaben die Verbraucher den Stadtzentren im Durchschnitt nur die Schulnote «Drei plus». Am besten schnitten noch die Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern ab. Sie erhielten immerhin eine «Zwei minus», wie das IFH am Mittwoch mitteilte.

IFH-Geschäftsführer Boris Hedde sieht darin ein Alarmsignal. Denn seit der ersten derartigen Umfrage des IFH im Jahr 2014 habe sich bei der Beurteilung der Städte kaum etwas verändert. «Die Innenstädte kommen nicht voran. Eine «Drei plus» reicht auf Dauer nicht, um in Zeiten des Strukturwandels konkurrenzfähig zu sein», warnte er im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Der Handelsexperte drängte die Kommunen, mehr für die Aufwertung ihrer Innenstädte zu tun. Denn der Handel befinde sich in einem knallharten Standortwettbewerb. «Viele Standorte, die kein klares Profil haben, werden das nicht überleben.»

Tatsächlich haben die Innenstädte mit einem ganzen Bündel von Problemen zu kämpfen. Da ist der Boom des Onlinehandels, der allein im vergangenen Jahr nach einer aktuellen Studie des Branchenverbandes bevh um mehr als 11 Prozent wuchs. Immerhin rund jeder fünfte befragte Innenstadtbesucher gab laut IFH an, er komme inzwischen seltener ins Stadtzentrum, weil er verstärkt online einkaufe. Bei den unter 25-Jährigen waren es sogar 29 Prozent.

Doch gibt es auch andere Herausforderungen. «Während der Einzelhandel in den vergangenen Jahren insgesamt wuchs, schrumpften ausgerechnet die Kategorien, die für die Innenstädte besonders relevant sind, wie der Textilhandel. Dem Handel sind hier Umsätze in Milliardenhöhe verloren gegangen», erklärt Hedde. Statt für Mode geben viele Konsumenten ihr Geld inzwischen lieber für Essen und Trinken, Streaming-Abos oder Konzertbesuche aus.

Der Kampf um die verbliebenen Kunden wird umso erbitterter geführt. «Der größte Gegner für die Einzelhändler in den Innenstädten ist aktuell noch nicht der Online-Handel, sondern die Einkaufsstraße in der Nachbarstadt», betont Hedde. Wer überleben wolle, dürfe die Wünsche der Kunden deshalb nicht ignorieren.

Wichtig ist den Verbrauchern der IFH-Umfrage zufolge vor allem das Ambiente der Innenstädte und die Vielfalt des Einzelhandelsangebots. «Wer mit einer historischen Altstadt oder einer in Jahrhunderten gewachsenen Stadtsilhouette punkten kann, hat es immer einfacher», urteilt der IFH-Geschäftsführer Hedde.

Aber auch Innenstädte, die nicht mit Historie glänzen könnten, hätten Möglichkeiten, ihre Attraktivität deutlich zu steigern. «Das Ambiente einer Stadt und das Einzelhandelsangebot in der Fußgängerzone kann man nicht von jetzt auf gleich verändern. Aber die Themen Erlebnis und Kundenfreundlichkeit sind für die Verbraucher fast genauso wichtig - und hier können die Städte sehr schnell sehr viel tun», fasst er die Erkenntnisse der Studie zusammen.

Seine Empfehlung: Auch Städte ohne attraktive historische Bausubstanz könnten bei den Verbrauchern Erfolg haben, «wenn sie Events und gastronomische Erlebnisse bieten und das Einkaufen für die Kunden so bequem wie möglich machen». Gerade kleinere Städte könnten laut Hedde mit Events die Besucherzahlen deutlich steigern.

Das IFH kürte gleichzeitig die attraktivsten Innenstädte in verschiedenen Größenklassen. Sieger bei den Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern war in der Verbraucherwertung Leipzig. Spitzenreiter in ihren jeweiligen Größenklassen waren außerdem Erfurt, Trier, Stralsund und Wismar.

dpa
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.