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Auch Gehalt spielt eine Rolle: Millionen Menschen in Deutschland wollen mehr arbeiten

Nicht alle Beschäftigten sind zufrieden mit ihrer Arbeitszeit. Manche wollen ihr Pensum reduzieren, andere aufstocken.

MMillionen Menschen unzufrieden mit Arbeitszeit

Das Interesse an mehr Arbeit dürfte maßgeblich am eigenen Gehalt liege, wie eine Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung nahelegt. Foto: Boris Roessler/dpa

Millionen Menschen in Deutschland sind unzufrieden mit ihrer Arbeitszeit. Rund 2,2 Millionen Erwerbstätige im Alter von 15 bis 74 Jahren wollten im Jahr 2018 mehr tun, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte.

Das gilt vor allem für Teilzeitkräfte, unter denen besonders viele Frauen sind. Beim Wunsch nach Aufstockung spielt auch das Geld eine Rolle. Zugleich gibt es 1,4 Millionen Erwerbstätige, die beruflich kürzer treten möchten.

Das Statistische Bundesamt berücksichtigte Erwerbstätige in Voll- und Teilzeit. Teilzeitkräfte kamen im Schnitt auf 20,0 Stunden je Woche, Arbeitnehmer in Vollzeit auf 41,4 Stunden - beides einschließlich Nebentätigkeiten. Beschäftigte, die ihr Pensum erhöhen wollten, arbeiteten im Schnitt wöchentlich 28,9 Stunden. Sie würden gern um 10,6 Stunden aufstocken.

Maßgeblich dafür dürfte das Gehalt sein: Bei der Befragung sollten die Beschäftigten berücksichtigen, dass mehr Arbeit zu mehr Verdienst führe und eine Verkürzung umgekehrt zu Einbußen. Nach einer Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit haben Beschäftigte in den höchsten Lohngruppen im Vergleich zu den unteren 10 Prozent eine geringere Wahrscheinlichkeit, ihre Arbeitszeit erhöhen zu wollen.

Vor allem Erwerbstätige in Teilzeit wollen den Wiesbadener Statistikern zufolge aufstocken - 1,2 Millionen äußerten diesen Wunsch, darunter 851 000 Frauen. Es arbeiten deutlich mehr Frauen (9,2 Millionen) als Männer (2,5 Millionen) in Teilzeit. Insgesamt zählte die Wiesbadener Behörde 2018 rund 41,7 Millionen Erwerbstätige, davon 11,7 Millionen Teilzeitbeschäftigte.

Nach der IAB-Studie aus dem Jahr 2018 ist der Wunsch bei Frauen nach einer Verlängerung der Arbeitszeit über die 1990er und 2000er Jahre größer geworden. Der häufigste Grund für Unterbeschäftigung sei die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Familienangehörigen, erläuterte IAB-Experte Enzo Weber. «Beides hängt üblicherweise an Frauen.» Männer mit einem Teilzeit- oder Minijob seien allerdings unzufriedener als Frauen.

Unter den Beschäftigten, die ihr Pensum reduzieren wollen, sind besonders viele Vollzeitkräfte - etwa 1,3 Millionen. Sie waren im Durchschnitt 41,6 Stunden in der Woche im Einsatz und wünschten sich eine Verkürzung um 10,8 Stunden. Dem IAB zufolge haben «Beschäftigte in Berufen mit höherer beruflicher Autonomie» häufiger Schwierigkeiten, ihren Wunsch nach einer kürzeren Arbeitszeit zu verwirklichen.

«Wir brauchen Arbeit, die zum Leben passt», sagte Katja Mast, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. Sie verwies auf Vorschläge ihrer Partei für eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Beruf und Pflege, ein Zeitkonto für jeden Beschäftigten und Zeit für Weiterbildung und Qualifizierung.

dpa
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?