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Studie zum ersten Gehalt: Azubis shoppen, Studenten zahlen Schulden ab

Eine halbe Millionen Auszubildende erhalten in diesem Sommer ihren ersten Gehaltsscheck. Eine Umfrage zeigt, wofür junge Leute ihr erstes Geld ausgeben. 

Eine Frauenhand entnimmt 75 Euro aus dem Fach eines Geldautomaten

Endlich eigenes Geld - Nur jeder fünfte Auszubildenden oder Studenten will sein erstes Gehalt sparen.

Ein gutes Gefühl: Endlich das erste selbstverdiente Geld auf dem Konto. Eine halbe Millionen Auszubildende werden in den kommenden Wochen ihren ersten Gehaltscheck in den Händen halten. Was junge Menschen mit ihrem ersten Gehalt machen wollen und wie sie Ausbildung oder Studium finanzieren, zeigt eine Umfrage unter 1000 16- bis 26-Jährigen im Auftrag der Norisbank.

Bei den meisten Befragten ist das Geld schon fest verplant: Sparen will nur ein Fünftel der Azubis und Studenten. Ansonsten unterscheiden sich die Pläne der beiden Gruppen aber stark voneinander.

Jeder dritte Student muss Schulden abzahlen

Fast jeder dritte Student geht davon aus, sein erstes Gehalt zur Abbezahlung von Schulden nutzen zu müssen, die durch BAföG oder Studienkredite entstanden sind. Knapp ein Viertel braucht nach Abschlussarbeit und Berufseinstieg eine Pause und will sich einen Urlaub gönnen. Ein Großteil der Azubis dagegen gibt sein Geld sofort aus – für Smartphones, Spielekonsolen oder Klamotten zum Beispiel. Jeweils ein Fünftel will Unterhaltungselektronik kaufen und shoppen gehen, 13 Prozent wollen sich ein Auto, Motorrad oder einen Motorroller kaufen. 

Die Umfrage hat außerdem untersucht, wie die Befragten ihre Ausbildung oder ihre Studium finanziert haben. In beiden Gruppen gilt: Die Eltern sind ein wichtiger Finanzierungsfaktor. Dreiviertel der Studenten und knapp die Hälfte der Azubis sind auf Unterstützung aus der Familie oder vom Staat angewiesen. Einige Azubis können von ihrem Gehalt ziemlich gut leben. 40 Prozent derer, die ihre Ausbildung eigenständig finanzieren, gaben in der Befragung an, sich auch mal etwas gönnen zu können.

Oft reicht das Geld nicht aus

Bei einem Großteil ist es schon mal vorgekommen, dass das Geld doch nicht bis zum Ende des Monats gereicht hat. 70 Prozent haben sich schon einmal von der Familie oder Freunden Geld geliehen, Kredite aufgenommen hat dagegen nicht mal ein Fünftel.

Die Studenten verwendeten das geliehene Geld zum Großteil für Studienkosten, knapp die Hälfte brauchte außerdem Finanzspritzen, um im Alltag über die Runden zu kommen. Bei den Azubis verwendete lediglich ein Drittel geliehenes Geld für Lebenshaltungskosten und/oder Ausbildungskosten. Am häufigsten gaben sie die Zuschüsse für die schönen Dinge im Leben aus: Ausgehen, Shoppen, Unterhaltungselektronik. 

amü