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Börse in Frankfurt Dax bei lustlosem Handel nur mit Miniplus

Dax
Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
© dpa-infocom GmbH
Auch am Freitag bestimmt die Lustlosigkeit der vergangenen Tage den Dax. In der ersten Handelsstunde notierte der Leitindex mit plus 0,06 Prozent auf 15.581 Punkten. Der MDax gewann 0,23 Prozent auf 33.851 Punkte. Der EuroStoxx 50 rückte um 0,3 Prozent vor.

Auch am Freitag bestimmt die Lustlosigkeit der vergangenen Tage den Dax. In der ersten Handelsstunde notierte der Leitindex mit plus 0,06 Prozent auf 15.581 Punkten. Der MDax gewann 0,23 Prozent auf 33.851 Punkte. Der EuroStoxx 50 rückte um 0,3 Prozent vor.

Eine Richtungsentscheidung für den Dax war am Donnerstag auch nach den Aussagen der Europäischen Zentralbank (EZB) und den US-Inflationsdaten ausgeblieben. Am Montag dieser Woche hatte der Dax bei 15.732 Punkten noch einen Rekord erreicht. Inzwischen liegt er auf Wochensicht aber 0,7 Prozent im Minus.

«Die Ruhe des Rentenmarktes überträgt sich auf den Aktienmarkt. Starke Schwankungen sind aktuell Fehlanzeige», erklärte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners. «Auf dem Parkett überwiegt die Meinung, dass sich der aktuelle Inflationsanstieg als vorübergehend herausstellen wird.» Das Kaufinteresse bleibe gering, das Verkaufsinteresse sei jedoch ebenfalls überschaubar.

Verkaufsinteresse gab es am Freitag bei den Aktien von Curevac. Rege gehandelt auf Tradegate, sackten sie nach einem negativen Medienbericht zu den Regierungsplänen mit dem Impfstoff der Tübinger um annähernd zwölf Prozent ab.

Umstufungen bewegten einige Kurse im MDax. Das Investmenthaus Stifel etwa sprach für K+S eine Kaufempfehlung aus, worauf die Anteile des Düngerproduzenten an der Index-Spitze mit einem Aufschlag von fast sieben Prozent reagierten.

Morphosys gaben am MDax-Ende um 2,9 Prozent nach. Die US-Bank JPMorgan stufte die Titel des Antikörperspezialisten angesichts des Kaufs von Constellation Pharma und des Finanzierungsdeals mit Royalty von «Overweight» auf «Neutral» ab.

Die Aktien des Spezialchemiekonzerns Evonik sanken nach einer Abstufung durch die französische Großbank Societe Generale um 0,8 Prozent. Analyst Thomas Swoboda sieht das Risiko weiterer Anteilsplatzierungen durch den Mehrheitseigentümer RAG-Stiftung.

Eine Kreisemeldung über ein Übernahmeangebot von Intel für den Chipdesigner SiFive für mehr als zwei Milliarden US-Dollar sollte laut Händlern der Stimmung in der Halbleiterbranche förderlich sein. Die Konsolidierung im Sektor gehe weiter. Infineon profitierten davon nur wenig mit plus 0,2 Prozent, hatten aber am Vortag nach der Prognoseanhebung von Aixtron merklich zugelegt. Bei Aixtron wiederum, die am Donnerstag 18,5 Prozent in die Höhe geschnellt waren auf das höchste Niveau seit 2011, fanden sich weitere Käufer. Der Kurs stieg um vier Prozent.

Deutsche Bank lagen mit minus 3,1 Prozent hinten im Dax. Die gesamte Bankenbranche zeigte am Freitag Schwäche. Der entsprechende europäische Sektor war der größte Verlierer in der Stoxx-600-Übersicht. Vorne im Dax waren die Anteile des Essenslieferdienstes Delivery Hero, die mit plus 1,4 Prozent die 21-Tage-Linie für den kurzfristigen Trend verteidigten.

dpa

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