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Börse in Frankfurt: Dax im Aufwind nach guten China-Daten

Frankfurt/Main - Am deutschen Aktienmarkt haben überraschend robuste Konjunkturdaten aus China zum Wochenstart für ein Plus gesorgt.

Am deutschen Aktienmarkt haben überraschend robuste Konjunkturdaten aus China zum Wochenstart für ein Plus gesorgt.

Der Dax legte gegen Mittag um 0,74 Prozent auf 13.334,94 Punkte zu. Damit ist er nur noch rund 40 Punkte von seinem jüngst erzielten Jahreshoch bei 13.374 Punkten entfernt.

Der MDax für mittelgroße Werte stieg um 0,41 Prozent auf 27.573,96 Punkte. Damit nähert er sich seinem jüngsten Rekordhoch von rund 27.637 Punkten an. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann 0,55 Prozent dazu.

Die Vorgaben von den asiatischen Börsen waren positiv. Auch von der Wall Street kamen zum Wochenstart mehr Impulse, nachdem am Brückentag Ende der vergangenen Woche nur verkürzt gehandelt worden war. Nach dem «Black Friday» ist nun «Cyber Monday» - ein erneut wichtiger Tag für den Einzelhandel mit Preisnachlässen im Online-Geschäft.

Unsicherheiten, die im Zusammenhang mit der Wahl des neuen SPD-Führungsduos vom Wochenende befürchtet worden waren, machten sich am breiten Markt zunächst nicht bemerkbar.

Belastet wurden davon nach Ansicht von Analysten aber die Titel von RWE, die im Dax mit 2,68 Prozent besonders deutlich ins Minus rutschten. Am Markt wurde erwartet, dass die Regierung nun grüner und linker werden könnte. Damit würden auch die Erwartungen an die Kompensationszahlungen für den Austritt aus der Kohleverstromung kleiner werden. Die Versorger-Branche verbuchte europaweit die größten Verluste.

Demgegenüber ging es für die Rohstofferzeuger deutlich bergauf - Aktien von Heidelbergcement waren mit einem Plus von 2,27 Prozent größter Favorit im Dax. Lufthansa-Papiere legten zuletzt 1,57 Prozent zu, nachdem der Chef der staatlichen katarischen Fluggesellschaft Qatar Airways, Akbar Al-Baker, am Wochenende Interesse an einer Beteiligung zum Ausdruck gebracht hatte.

Im MDax stiegen die Aktien von ProsiebenSat.1 ebenfalls deutlich um 2,42 Prozent. Der Medienkonzern und sein Branchenkollege Mediaset werden über den kürzlichen Einstieg der Italiener bei den Münchnern reden.

dpa