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Börse in Frankfurt: Dax im Minus - Handelspolitik sorgt für Dämpfer

Frankfurt/Main - Der Dax hat im frühen Handel einen Teil seiner Vortagesgewinne wieder abgegeben. Zuletzt verlor der Leitindex 0,30 Prozent auf 13.243,10 Punkte.

Der Dax hat im frühen Handel einen Teil seiner Vortagesgewinne wieder abgegeben. Zuletzt verlor der Leitindex 0,30 Prozent auf 13.243,10 Punkte.

Die Unsicherheit über die internationale Handelspolitik erweist sich einmal mehr als Hemmschuh. US-Präsident Donald Trump hatte sich am Vorabend nicht wie von vielen Marktakteuren erhofft zu einer möglichen Verschiebung von Strafzöllen auf Autoimporte aus Europa geäußert.

Am Vortag hatte der Dax nach zwei schwächeren Tagen wieder den Vorwärtsgang eingelegt und zeitweise über 13.300 Punkten notiert. Seit Anfang Oktober hat der Leitindex mittlerweile um mehr als 11 Prozent zugelegt.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es zur Wochenmitte bislang um 0,10 Prozent nach unten auf 26.986,28 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,23 Prozent.

Die Anleger verarbeiten an diesem Mittwoch erneut eine Menge an Quartalszahlen, vor allem aus der zweiten und dritten Reihe. Deutsche Wohnen gewannen 2,7 Prozent, was aber weniger an den Geschäftszahlen als an der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms lag.

Kräftig im Plus waren zudem die Anteile von Bechtle mit 3,4 Prozent. Der IT-Dienstleister hatte im dritten Quartal sowohl mit dem Umsatz als auch mit dem Vorsteuergewinn die Markterwartungen übertroffen. Einen Kursdämpfer gab es für Lanxess mit minus 3,1 Prozent. Der Spezialchemiekonzern habe durchwachsene Ergebnisse präsentiert, schrieb Analyst Markus Mayer von der Baader Bank. Er rät weiter zum Verkauf der Aktien.

Nach einer Kaufempfehlung vom Bankhaus Metzler waren im Dax Infineon nach ihrem kräftigen Vortagesplus erneut weit vorne mit einem Zuwachs von einem halben Prozent. Deutsche Bank waren das Schlusslicht mit minus 3,3 Prozent nach den jüngsten Kursgewinnen. Der gesamte Finanzsektor zeigte sich schwach.

Hohe Kursverluste von mehr als 9 Prozent ließen die Aktien von Leoni ans Ende im SDax sacken. Für den angeschlagenen Kabel- und Bordnetzspezialisten bleibt die Lage prekär. Im dritten Quartal litt der Zulieferer weiter unter der anhaltenden Schwäche der globalen Automärkte und rutschte erneut tief in die roten Zahlen.

dpa