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Börse in Frankfurt: Dax sinkt nach Trump-Äußerungen zu China

Frankfurt/Main - Ein neuer Angriff von US-Präsident Donald Trump im Handelskrieg gegen China hat dem Dax den Wind aus den Segeln genommen.

Ein neuer Angriff von US-Präsident Donald Trump im Handelskrieg gegen China hat dem Dax den Wind aus den Segeln genommen.

Der deutsche Leitindex rutschte in der ersten Handelsstunde um 0,48 Prozent auf 12.097,92 Punkte ab, nachdem er tags zuvor seinen Abwärtstrend seit Anfang Mai gestoppt hatte.

Trump sagte am Dienstag: «Wir hatten einen Deal, und wenn sie nicht wieder zurückkommen zu diesem Deal, dann habe ich kein Interesse.» China brauche ein Abkommen. Zuletzt hatte auch die Hoffnung auf eine erneute Annäherung der Konfliktparteien auf dem G20-Gipfel Ende des Monats wieder für eine offensivere Gangart der Anleger gesorgt. Diese könnten sie nun wieder überdenken.

Der MDax, in dem die Aktien mittelgroßer Unternehmen vertreten sind, büßte am Mittwoch 0,20 Prozent ein auf 25.384,68 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um ein halbes Prozent abwärts.

Im Fokus stand Axel Springer: Die Papiere des Medienkonzerns sprangen nach einem Übernahmeangebot des US-Finanzinvestors KKR um bis zu 13 Prozent auf 63,30 Euro. Die Amerikaner wollen zusammen mit der Großaktionärin Friede Springer und dem Vorstandschef Mathias Döpfner die Gesellschaft kontrollieren und bieten 63 Euro je Springer-Aktie in bar.

Eine Kaufempfehlung trieb die Papiere des Stahlhändlers Klöckner & Co um 3 Prozent an. Papiere von Nordex profitierten mit einem Kursplus von gut 2 Prozent von der weiter starken Auftragslage. Nach einer Order aus Polen am Vortag konnte der Hersteller von Windkraftanlagen nun eine Bestellung aus Spanien melden.

dpa