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Börse in Frankfurt: Nach Ölpreis-Schock: Dax-Verluste halten sich in Grenzen

Frankfurt/Main - Nach dem Rückschlag zu Wochenbeginn im Zuge eines Angriffs auf eine Ölraffinerie in Saudi-Arabien halten sich weitere Verluste im Dax zunächst in Grenzen. Das Minus belief sich in der ersten Handelsstunde auf 0,11 Prozent bei 12.366,34 Punkten.

Dax

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen

Nach dem Rückschlag zu Wochenbeginn im Zuge eines Angriffs auf eine Ölraffinerie in Saudi-Arabien halten sich weitere Verluste im Dax zunächst in Grenzen. Das Minus belief sich in der ersten Handelsstunde auf 0,11 Prozent bei 12.366,34 Punkten.

Der Ölpreis-Schock sei noch nicht vollends verdaut, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank. Milan Cutkovic, Analyst beim Broker Axitrader, schrieb: «Der große Crash nach den Drohnenangriffen auf das Herz der Ölindustrie ist zwar ausgeblieben, aber aus den Köpfen der Anleger sind die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten noch lange nicht verschwunden.»

Beruhigend wirkt laut Marktbeobachtern gleichwohl, dass US-Präsident Donald Trump derzeit keinen Militärschlag gegen den Iran erwägt. Die Vereinigten Staaten vermuten in der Islamischen Republik den Drahtzieher der Tat. Die Ölpreise hatten am Vortag nach dem Anschlag rasant zugelegt, am Dienstag nun einen kleinen Teil ihrer Gewinne wieder abgegeben.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte verlor mit 0,45 Prozent auf 25.860,76 Punkten bislang etwas mehr als der Dax. Hier stachen hohe Verluste der Zalando-Aktien negativ heraus. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone wiederum stieg um 0,14 Prozent.

Die Zalando-Papiere wurden von einer Aktienplatzierung eines Großaktionärs belastet. Die Papiere des Online-Modehändlers rutschten um mehr als 11 Prozent ab. Mit dem Verkauf erlöste der schwedische Investor Kinnevik rund 558 Millionen Euro. Das Paket entspricht 5,2 Prozent des Aktienkapitals von Zalando.

Im SDax schoben positive Nachrichten die Aktien von Immobilienkonzernen an. Instone Real Estate hob die Prognose für das laufende Jahr deutlich an. Die Papiere gewannen gut 8 Prozent. Anteile von Ado Properties rückten nach einer Bestätigung von Gesprächen über einen möglichen Verkauf von Immobilien um 3,7 Prozent vor. Und die Papiere von Dic Asset profitierten mit plus 2,3 Prozent von einer positiven Analysteneinschätzung. Im Dax belegten die Anteile von Vonovia mit plus 1,1 Prozent den ersten Platz.

Bei Aktien von Airlines, die tags zuvor unter dem Ölpreisanstieg gelitten hatten, blieb eine Erholung aus. Lufthansa-Papiere gaben im Dax um weitere 0,6 Prozent nach.

dpa