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Schadstoffe im Material "Mangelhaft" für Bugaboo: Warentest straft 1000-Euro-Kinderwagen ab

Bugaboo Buffalo
Der Kinderwagen Bugaboo Buffalo kostet im Laden etwa 1080 Euro
© Stiftung Warentest
Stiftung Warentest hat zwölf Kinderwagen getestet - und nur drei für "gut" befunden. Vier Modelle fielen komplett durch - darunter die beiden teuersten von Bugaboo und Teutonia.

Bugaboo ist derzeit die angesagteste Hipstermarke bei Kinderwagen. In gutbetuchten Gegenden mit hoher Kinderdichte ist er aus dem Straßenbild nicht wegzudenken. Mehr als 1000 Euro geben Eltern im Laden für den Luxus-Kinderwagen aus. Die Stiftung Warentest allerdings kann sich dem Bugaboo-Fieber so gar nicht anschließen. In einem aktuellen Test von zwölf Kinderwagen  verpassen die Warentester dem "Bugaboo Buffalo" die Note "Mangelhaft".

Grund für das verheerende Urteil des mit 1080 Euro teuersten Testkandidaten: Der Bugaboo enthält deutliche Mengen des Flammschutzmittels Tris-Dichlorpropylphosphat (TDCPP), das im Verdacht steht, Krebs zu erzeugen. Der Gesetzgeber stört sich daran nicht. Doch Warentest argumentiert, dass Kinder Teile des Wagens - etwa den Haltegriff für das Kind - genauso in den Mund nehmen können, wie Kinderspielzeug. Daher legen die Warentester hier die strengen Maßstäbe an, die für Kleinkinderspielzeug gelten - und dabei übersteigt der Kindergriff den TDCPP-Grenzwert um ein Vielfaches. Bugaboo zeigte sich gegenüber Stiftung Warentest mit den angesetzten Grenzwerten nicht einverstanden: "Eine Grundlage für ein solches Vorgehen sehen wir nicht." 

Teutonia, Bergsteiger und Knorr-Baby mit Mängeln

Wegen hoher Schadstoffbelastung fielen drei weitere Kinderwagen mit "Mangelhaft" durch - darunter der Teutonia Bliss, mit 1040 Euro der zweitteuerste im Test. Außerdem der Bergsteiger Capri (400 Euro) sowie Knorr-Baby Noxxter (600 Euro). Letzterem attestierten die Tester zudem eine erhöhte Kippgefahr, wenn beim Befestigen des Kindersitzes auf dem Fahrgestell nur zwei der vier Stifte einrasten. Knorr-Baby hat angekündigt, die Wagen mit einer Kippsperre nachzurüsten. auch die Griffe und Regenhauben würden umgetauscht, sollten eigene Tests die Ergebnisse der Stiftung Warentest bestätigen, erklärte Geschäftsführer Peter Hotz. Teutonia und Bergsteiger äußerten sich unkonkret zum Vorwurf der Schadstoffbelastung.

Sicherheitsmängel entdeckten die Tester auch bei Bergsteiger und Naturkind. Auch deren Sitze können kippen, wenn auch nicht so leicht wie bei Knorr-Baby. Für Naturkind (Gesamtnote "Ausreichend") ist der Sicherheitsfauxpas besonders ärgerlich, da der Varius Pro in allen anderen Prüfpunkten zu den besten gehört. In puncto Schadstoffe ist er sogar das einzige Modell im Test, bei dem die Prüfer überhaupt keine Belastung feststellen konnten. Die Gesamtnote "Gut" erreichen im Test nur drei Modelle. Testsieger ist der Kinderwagen Britax Go Big, der allerdings auch knapp 1000 Euro kostet.

Den kompletten Kinderwagen-Test finden Sie kostenpflichtig unter www.test.de/kinderwagen 

Buggy Test: Hier geht es zum Buggy Vergleich.


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