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"Höhle der Löwen"-Investor: Solo-Trip für den Löwen: So wird Maschmeyers neue Show "Start Up!"

Nach seinen Auftritten in der "Höhle der Löwen" probiert es der Investor nun mit einer eigenen Gründersendung. Das Konzept ähnelt Heidi Klums Topmodelshow. Wir haben mit Carsten Maschmeyer vor der ersten Folge von "Start Up!" gesprochen.

Carsten Maschmeyer

Carsten Maschmeyer sucht "Deutschlands besten Gründer"

Ja, hat schon mal Germany's next Topmodel geguckt. Zumindest mal reingeschaltet habe er, als Vorbereitung für die Dreharbeiten für seine neue Show, verrät der Investor im Gespräch mit dem stern. "Start Up! Wer wird Deutschlands bester Gründer?" heißt die Sendung des ehemaligen AWD-Chefs und "Höhle der Löwen"-Investors, die an diesem Mittwoch auf Sat.1 startet und die ein bisschen so klingt als hätte man das Konzept der erfolgreichen Topmodelsendung auf die Gründerwelt übertragen.

Maschmeyer übernimmt darin selbstverständlich die Rolle von Modelmama , der obersten Instanz, um deren Gunst die Kandidaten kämpfen müssen. Woche für Woche begleitet er, sozusagen als Gründerpapa, die Bewerber durch "Challenges" und "Coachings", in der die Schützlinge sowohl an ihrer Unternehmensidee als auch an ihrer Gründerpersönlichkeit arbeiten sollen. "Am Ende wähle ich den Gründer aus, der sich bei den Challenges insgesamt am besten geschlagen hat und der von den persönlichen Eigenschaften beziehungsweise Qualifikationen das größte Potenzial hat", sagt Maschmeyer.

Im Gegensatz zu Donald Trump in "The Apprentice" sucht Maschmeyer keinen untergebenen Angestellten, sondern einen Geschäftspartner. Der Sieger gründet gemeinsam mit Maschmeyer ein Unternehmen, in das der Investor eine Million Euro Startkapital steckt. Der Gründer soll 51 Prozent an der Firma erhalten, Maschmeyer 49 Prozent. 

Businesspläne statt Bikini-Shootings

Aus rund 2000 Bewerbern haben die Produzenten der Sendung 35 Gründer vorausgewählt und Maschmeyer zur Begutachtung vorgestellt. Alle haben eine interessante Gründungsidee, aber noch kein fertiges Produkt und keine Firma. 14 von ihnen nimmt Maschmeyer unter seine Fittiche, um sie für die Start-up-Welt zu stählen. Statt um Laufstegwalks und Bikini-Shootings geht es um Margenkalkulationen und Businesspläne. "Wir bringen die Kandidaten mit Patentanwälten zusammen, mit Industrieexperten, Wirtschaftsprüfern und Marketingprofis", erklärt Maschmeyer.

Damit es nicht langweilig wird, sind die Gründer-Kandidaten eine bunte Mischung von Charakteren mit unterschiedlichem Hintergrund. "Wir haben von der Hausfrau bis zum doppelt studierten Akademiker alles dabei", verrät Maschmeyer über seine Kandidaten. Wie bei Heidi Klum soll es ordentlich menscheln - und Woche für Woche fliegen die schwächsten Kandidaten raus. "Ich habe spannende Persönlichkeiten erlebt und interessante Lernkurven", sagt Maschmeyer. "Es gab zum Beispiel Personen, die am Anfang total schüchtern waren und nach vier Wochen Coaching richtig gut präsentieren und argumentieren konnten. Von anderen war ich enttäuscht, weil sie nicht den Lernfortschritt gemacht haben, den ich mir erhofft hatte – teilweise sogar schlechter wurden."

Besonders viel Spaß, so viel kann Maschmeyer schon vorab verraten, hatte er bei der Gehaltsverhandlungs-Challenge. Die angehenden Gründer verhandeln dabei mit Maschmeyer als Gegenpart zunächst ihr eigenes Gehalt, anschließend schlüpfen sie selbst in die Rolle des Chefs, der seinen ersten Mitarbeiter einstellt. "Wenn wir zeigen, wie man sein Gehalt richtig verhandelt, ist das auch für Nicht-Gründer interessant", sagt Maschmeyer. "An dem Tag werden Personalchefs teilweise nervös den Fernseher einschalten." 

"Die Höhle der Löwen": Das waren die DHDL-Highlights 2017

Erfolgreicher als "Das Ding des Jahres"?

"Start Up!" unterscheidet sich vom Konzept her deutlich von "Die Höhle der Löwen", versucht aber gleichzeitig von dem Hype um Gründerthemen zu profitieren. Das misslang zuletzt der von Stefan Raab konzipierten Erfinder-Sendung "Das Ding des Jahres", die nicht an den Erfolg von "DHDL" anknüpfen konnte. Maschmeyer hofft, dass er mit seinen Co-Juroren - der Gründerin Lea Lange und dem Geschäftsführer der Maschmeyer-Firma Seed & Speed, Klaus Schieble - mit mehr Start-up-Kompetenz punkten kann, als das gefloppte "Ding des Jahres". "Der Unterschied ist, dass ich mit einer Expertenjury an die Beurteilung gehe und wir nicht nur einen Produktpitch von wenigen Minuten haben, sondern in den acht Wochen die Gründer mit all ihren Stärken und Schwächen ganz intensiv kennenlernen", sagt Maschmeyer.

Aber natürlich muss am Ende auch die Unterhaltung stimmen. Daher hat Maschmeyer auch von Heidi Klum ein zentrales Element für den dramaturgischen Abschluss jeder Folge adaptiert: Statt mit "Ich habe heute leider kein Foto für dich" verabschiedet Maschmeyer Kandidaten, die es nicht in die nächste Runde schaffen, mit dem Satz: "Mit Ihnen werde ich zusammen keine Firma gründen."

"Start Up! Wer wird Deutschlands bester Gründer?" läuft ab 21. März immer mittwochs um 20:15 Uhr auf Sat.1