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Chemieprodukte: Konjunktursorgen und Handelsstreit belasten Chemiebranche

Frankfurt/Main - Eine schwächelnde Industriekonjunktur und Sorgen über den internationalen Handelsstreit belasten die deutsche Chemiebranche.

Chemische Industrie

Der Verband der Chemischen Industrie VCI teilt Zahlen zur Chemiekonjunktur im dritten Quartal mit. Foto: Swen Pförtner/Illustration

Eine schwächelnde Industriekonjunktur und Sorgen über den internationalen Handelsstreit belasten die deutsche Chemiebranche.

Im dritten Quartal sei die drittgrößte Industriebranche hierzulande kaum gewachsen, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Mittwoch in Frankfurt mit. Rechne man die boomende Pharmabranche heraus, sei die Produktion gemessen am Vorjahresquartal sogar gesunken.

«In der deutschen und europäischen Wirtschaft werden immer stärkere Bremsspuren sichtbar», sagte VCI-Präsident Hans Van Bylen. Wichtige Kunden wie die Auto- und Kunststoffindustrie hätten die Produktion gedrosselt, die Nachfrage nach Chemieprodukten sinke. «Die zunehmenden Risiken wie die Eskalation des Handelsstreits zwischen den USA und China sowie der Brexit sorgen für steigende Verunsicherung.» Indes stützten steigende Preise für Chemikalien.

Im dritten Quartal stieg die Produktion um 2,4 Prozent gemessen am Vorjahresquartal. Der Umsatz kletterte auch dank kräftig steigender Preise für Chemieprodukte um 3,4 Prozent. An seiner Prognose von 4,5 Prozent Umsatzwachstum im Gesamtjahr hielt der Verband fest.

dpa