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Video Einzelhandel am Corona-Abgrund: HDE fordert schnelle Hilfe

Sehen Sie im Video: Corona bedroht die Existenz vieler Einzelhändler.


Im Sportgeschäft von Sascha Dühring sind die Regale und Kleiderständer voll. Schon seit Wochen hat jetzt kein Kunde mehr seine Intersport Olympia Läden in Berlin und Potsdam von innen gesehen. Wegen der Corona-Pandemie muss er die Geschäfte geschlossen halten. Ein echtes Problem: "Sie müssen sich einfach vorstellen, wir haben eine riesen Waren-Menge im Dezember und in den Monaten davor bekommen, um sie im Dezember, Januar und Februar zu verkaufen, damit wir mit diesem Geld dann auch die Frühjahr-Sommer-Ware letzten Endes bezahlen können. Denn diese Ware haben wir ja geordert, d. h. die Auftragsbücher sind geschrieben worden, und wenn man Aufträge platziert, muss man die Ware auch abnehmen. Aktuell ist es so, dass uns aber genau diese Verflüssigungsphase und die Liquidität komplett fehlt, weil der Staat aufgrund der Pandemie Covid-19 entsprechend uns die Geschäftsgrundlage komplett entzogen hat." Für Dühring und andere betroffene Geschäftsleute gibt es zwar Hilfen und Förderprogramme vom Staat. Doch da, so Dühring, komme er nur schwer heran. Sein Steuerberater könne derzeit digital keine Anträge stellen. Er bekomme also auch kein Geld. Immerhin laufe der Online-Handel weiter. Damit könne aber nur ein kleiner Teil des entgangenen Umsatzes ausgeglichen werden. Die zuständigen Ämter und Behörden müssten jetzt schnell handeln, sagt er: "Aber entscheidend ist, wir müssen jetzt irgendwie in die Zukunft kommen und das können wir alle nur nachhaltig gemeinsam mit Druck am Markt erzeugen, in der Hoffnung, dass tatsächlich die entsprechenden Regularien und Software-Sachen vom Staat so freigeschaltet werden, die bürokratischen Hürden gesenkt werden, damit endlich Geld fließt, was alle Händler, was alle in anderen Bereichen, ob Gastronomie, Eventbereich, und, und, und, es gibt wahnsinnig viele Beispiele, entsprechend das Geld brauchen. Es muss jetzt fließen. Es ist nicht fünf vor zwölf. Es ist fünf nach zwölf." Der Einzelhandelsverband HDE fordert die Politik auf, die angekündigten zusätzlichen Hilfen für die Wirtschaft schnell umzusetzen. "Der vom Lockdown betroffene Einzelhandel verliert an jedem geschlossenen Verkaufstag im Januar durchschnittlich 600 Millionen Euro Umsatz", sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Bundesregierung müsse jetzt liefern, die Durststrecke könne sonst für bis zu 50.000 Geschäfte zu lang werden.
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Der Einzelhandelsverband HDE fordert die Politik auf, die angekündigten zusätzlichen Hilfen für die Wirtschaft schnell umzusetzen. 50.000 Geschäften drohe sonst die Pleite.

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