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Corona-Schließungen: Drastischer Umsatzeinbruch im Gastgewerbe

Hoteliers und Gastwirten bricht im März fast die Hälfte ihres Geschäfts weg. Die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie erfassen die Branche mit voller Wucht.

Coronavirus

Ein Tisch mit zwei Stühlen steht auf der Töngesgasse in der Frankfurter Innenstadt vor einem Café. Foto: Arne Dedert/dpa

Das Gastgewerbe in Deutschland hat wegen der Schließungen in der Corona-Pandemie einen dramatischen Umsatzeinbruch verzeichnet.

Um fast die Hälfte brachen die Erlöse von Hoteliers und Gastwirten im März ein - sowohl im Vergleich zum Februar 2020 als auch zum Vorjahresmonat. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gab es in allen Zweigen des Gastgewerbes die größten Umsatzeinbußen seit Beginn der Zeitreihen im Jahr 1994. Im Vergleich zum März 2019 brachen die Erlöse nach Angaben der Wiesbadener Behörde vom Mittwoch real um 45,4 Prozent ein, im Vergleich zum Februar 2020 fiel der Umsatz preisbereinigt um 44,6 Prozent.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus hatte die Politik ab dem 18. März Übernachtungen touristischer Gäste in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben untersagt. Ab dem 22. März waren Gaststätten mit Ausnahme von Abhol- und Lieferservices geschlossen. Im ersten Quartal brach der Umsatz preisbereinigt um 15,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein.

Seit Mitte Mai werden die Einschränkungen nach und nach wieder gelockert. Bundesweit gelten aber weiterhin Abstandsregeln. Im Restaurant müssen Tische und Stühle meist 1,5 Meter Abstand zueinander haben. Für Hotels gibt es in manchen Bundesländern Belegungsobergrenzen. Gaststätten und Hotels können ihre Kapazitäten derzeit also noch nicht voll auslasten. Gastgewerbe und Tourismus gehören zu den Branchen, die die Pandemie am schwersten trifft. Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga und Tourismusverbände fordern einen Rettungsfonds.

dpa
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