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Stiftung Warentest: Und plötzlich zersplittert der Elektrogrill

Die Hälfte der von Stiftung Warentest geprüften Elektrogrills sind gut - doch zwei Geräte sind höchst gefährlich: Der Glasdeckel zersplitterte im Test, Glasscherben flogen durch die Luft.

Elektrogrill bei Stiftung Warentest: Gleich zwei Geräte bekamen die Beurteilung "Mangelhaft"

Elektrogrill bei Stiftung Warentest: Gleich zwei Geräte bekamen die Beurteilung "Mangelhaft"

Elektrogrills haben mit einem schlechten Ruf zu kämpfen: Schwache Bräunung, zu wenig Hitze - und irgendwie kommt so gar kein Grill-Gefühl auf. Mit diesem Vorurteil räumt Stiftung Warentest auf, denn die meisten Grills aus dem aktuellen Test schlugen sich gut.

Längst entwickeln die Strom-Grills ordentlich Hitze, sorgen für eine schmackhafte Kruste und garen dabei deutlich schneller als die Konkurrenz mit Holzkohle oder Gas. Für den Vergleich untersuchten die Tester 16 Geräte: Flächengrills, bei denen die Hitze nur von unten kommt, und Kontaktgrills, die gleichzeitig von oben und unten brutzeln. Genau die Hälfte der Grills überzeugte und wurden mit "Gut" bewertet".

Teuer ist nicht immer gut

Testsieger ist der Kontaktgrill Optigrill von Tefal, der den Garzustand elektronisch anzeigt und auf die Gesamtnote 2,2 kommt. Die leicht geneigte Grillfläche lässt Fett ablaufen, die Wärme wird bei diesem Gerät sehr gleichmäßig verteilt. Mit 173 Euro kostet der Gewinner aber auch deutlich mehr als der Zweitplatzierte.

Den Rommelsbacher BBQ (Note: 2,4) bekommt man bereits für 88 Euro. Die Tester erfreute die einfache Handhabung. Steaks und Würstchen grillt das Gerät einwandfrei - allerdings nicht allzu schnell.

Der mit Abstand teuerste Grill ist das Gerät von Weber. Der Q1400 erzielt die besten Grillwerte, wiegt aber auch knapp zehn Kilo, darf nur im Freien verwendet werden - und kostet stolze 271 Euro. Auch der Stromverbrauch des Grills (Note 2,7) ist überdurchschnittlich hoch. Insgesamt reichte es nur für Platz 13.

Glassplitter auf Steaks

Gefährlich wird es bei den beiden Verlierern des Tests. Der Philips HD6360 und der PG8527 von Severin schockten die Warentester, als die Glasdeckel der Grills beim Sicherheitstest zersplitterten. Heiße Glasscherben flogen durch den Raum, Rauch stieg auf und ein beißender Geruch breitete sich aus.

Der Unfall passierte bei der Sicherheitsprüfung: Die Tester hatten den Deckel geschlossen und die Grills auf volle Leistung gestellt. Eigentlich müssten sich die Geräte vor der Überhitzung selbstständig abschalten. Das taten diese zwar auch, allerdings viel zu spät: Bereits nach sechs bis sieben Minuten zersplitterten die Deckel - doch die Geräte schalteten sich erst nach zehn (Philips) und 25 (Severin) Minuten ab.

Den vollständigen Elektrogrill-Test können Sie gegen Gebühr unter www.test.de abrufen.

Katharina Grimm
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