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Krise beim Motorradhersteller: Weniger Verkäufe und alternde Stammkunden: Harley-Davidson fährt trüben Zeiten entgegen

Die US-Traditionsmarke Harley-Davidson schwächelt weiter. Nicht nur 2018 war kein gutes Jahr - auch für 2019 sieht es nicht rosig aus.

Harley-Davidson hat Probleme

Harley-Davidson hat Probleme

Getty Images

Der kriselnde US-Motorradbauer Harley-Davidson ist zum Jahresende weiter unter Druck geraten. Schwache Verkäufe insbesondere im US-Heimatmarkt ließen die Erlöse im vierten Quartal verglichen mit dem Vorjahreswert um rund neun Prozent auf 955,6 Millionen Dollar (836,2 Mio Euro) sinken, wie die Traditionsfirma am Dienstag in Milwaukee mitteilte. Der Nettogewinn brach sogar von 8,3 auf 0,5 Millionen Dollar ein. Harley stand 2018 wegen geplanter Produktionsverlagerungen ins Ausland zeitweise im Dauerfeuer der Kritik von US-Präsident Donald Trump, der im vergangenen August sogar zum Boykott der mehr als 115 Jahre alten Marke aufgerufen hatte. 

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Harley-Davidson: Kunden sind zu alt

Ein weiteres Problem ist die alternde konservative Stammkundschaft, bei jüngeren Leuten hat Harley einen schweren Stand. Obwohl der Hersteller mit E-Motorrädern und anderen neuen Produkten einen Neustart versucht, sieht der Ausblick trübe aus. Für 2019 geht Harley von maximal 222 000 ausgelieferten Maschinen aus - dem niedrigsten Wert seit acht Jahren. 

Obwohl die Erwartungen nicht gerade hoch waren, kamen die Quartalszahlen bei Anlegern schlecht an: die Aktie fiel vorbörslich zunächst um mehr als sieben Prozent. In den vergangenen zwölf Monaten ist der Kurs schon um mehr als 30 Prozent gesunken.

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Ab 27.000 Euro kostet sie.

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k / DPA
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