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Neue Packungsgröße: Läuft nicht für Heinz-Ketchup: Erst Rauswurf bei Edeka, jetzt "Mogelpackung des Monats"

Strategiewechsel mit Tücken: Erst verbannte Edeka den beliebten Heinz-Ketchup aus dem Regal. Nun kürt die Verbraucherzentrale Hamburg die neue Packungsgröße zur "Mogelpackung des Monats".

Heinz Ketchup

März 2019: Vor drei Jahren verkleinerte Heinz-Ketchup die Packung von 500 auf 400 Milliliter - angeblich, weil die Kunden dies wünschten. Nun erfolgt die Rolle rückwärts zurück auf 500 Milliliter. Und wie damals steigt auch diesmal der Preis pro Milliliter - laut Verbraucherzentrale Hamburg um 11 Prozent. Bei Deutschlands größter Supermarktkette kann man Heinz-Ketchup ohnehin nicht mehr kaufen: Nach einem Streit um die Konditionen verbannte Edeka kürzlich die US-Marke aus den Regalen.

Preiserhöhungen mögen die Kunden nicht, daher sparen viele Hersteller lieber am Inhalt. Das kommt auf dasselbe heraus, fällt aber nicht so einfach auf. Die Verbraucherzentrale Hamburg schaut genau hin und kürt regelmäßig die "Mogelpackung des Monats".

Diesmal kritisieren die Verbraucherschützer die neue Packungsgröße von Heinz-Ketchup. Der US-Konzern hatte erst vor drei Jahren viele Packungen von 500 auf 400 Milliliter verkleinert - angeblich, weil die Kunden dies wünschten. Nun die Rolle rückwärts: Der Ketchup hat wieder 500 Milliliter, wird aber - wie schon bei der Verkleinerung - auf den Milliliter gerechnet teurer. Laut Verbraucherzentrale steigt der Preis je Milliliter um 11 Prozent. 

Mit seiner Preispolitik eckt Heinz nicht nur beim Verbraucherschutz an, sondern auch im Handel. Nach einem Streit um die Einkaufskonditionen verbannte Deutschlands größte Supermarktkette Edeka die beliebte US-Marke kürzlich aus dem Sortiment und entwickelt nun einen eigenen Ketchup.

Illustre Reihe von Mogelpackungen

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat bereits viele namhafte Hersteller als Mogelpackung des Monats angeprangert. Der Schoko-Weihnachtsmann von Milka war ebenso darunter wie die Pasta-Sauce Miracoli oder Müsli von Dr. Oetker. Milka-Hersteller Mondelez kritisierten die Verbraucherschützer auch für die Abkehr von der 100-Gramm-Standardgröße hin zu 93-, 87- oder 81-Gramm-Tafeln sowie die Schrumpfung einiger 300-Gramm-Großpackungen auf 270 oder 280 Gramm.

Einmal im Jahr lässt die Verbraucherzentrale unter den Kandidaten über die Mogelpackung des Jahres abstimmen. 2017 erhielt das Vitalis Früchtemüsli von Dr. Oetker den Negativpreis. Weitere Mogelpackungen der vergangenen Monate zeigt unsere Fotostrecke. 

++Hier finden Sie Mogelpackungen der Industrie, die bis heute in den Supermarktregalen stehen++

Milka
bak/kg