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Mogelpackung des Monats: Warum ist der Hipp Karottensaft auf einmal 115 Prozent teurer?

Saftige Preiserhöhung: Hipp verkauft seinen Bio-Karottensaft nun in kleineren Flaschen, aber leider nicht zum kleineren Preis - sondern verlangt noch mehr. Für die Verbraucherzentrale Hamburg ist dies die "Mogelpackung des Monats".

Hipp Karottensaft

Den Bio-Karottensaft von Hipp gibt es jetzt mit 330 ml statt 500 ml Inhalt. Verbraucher hätten die häufig für Babys und Kinder gekaufte Halbliterflasche als zu groß empfunden, erklärt Hipp der Verbraucherzentrale Hamburg. Ob die Eltern auch einen höheren Preis gefordert haben, darf allerdings bezweifelt werden. Trotzdem fanden die Verbraucherschützer die kleinere Flasche im gleichen Laden zum deutlich erhöhten Preis. Auf den Liter gerechnet eine saftige Preiserhöhung von 115 Prozent. (Stand: September 2019)

Preiserhöhungen mögen die Kunden nicht, daher sparen viele Hersteller lieber am Inhalt. Das kommt auf dasselbe heraus, fällt aber nicht so einfach auf. Die Verbraucherzentrale Hamburg schaut genau hin und kürt regelmäßig die "Mogelpackung des Monats".

Den Bio-Karottensaft von Hipp gibt es jetzt mit nur noch 330 Milliliter statt 500 Milliliter Inhalt. Verbraucher hätten die häufig für Babys und Kinder gekaufte Halbliterflasche als zu groß empfunden, erklärte Hipp der Verbraucherzentrale Hamburg. Ob die Eltern auch einen höheren Preis gefordert haben, darf allerdings bezweifelt werden. Trotzdem fanden die Verbraucherschützer die kleinere Flasche im Drogeriemarkt Budni zum erhöhten Preis von 1,49 Euro statt 1,05 Euro Auf den Liter gerechnet eine saftige Preiserhöhung von 115 Prozent.

Illustre Reihe von Mogelpackungen

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat bereits viele namhafte Hersteller als Mogelpackung des Monats angeprangert. Der Schoko-Weihnachtsmann von Milka war ebenso darunter wie die Pasta-Sauce Miracoli oder Müsli von Dr. Oetker. Milka-Hersteller Mondelez kritisierten die Verbraucherschützer auch für die Abkehr von der 100-Gramm-Standardgröße hin zu 93-, 87- oder 81-Gramm-Tafeln sowie die Schrumpfung einiger 300-Gramm-Großpackungen auf 270 oder 280 Gramm.

Einmal im Jahr lässt die Verbraucherzentrale unter den Kandidaten über die Mogelpackung des Jahres abstimmen. 2018 erhielten die Chipsletten von Lorenz Snack-World den Negativpreis. Weitere Mogelpackungen der vergangenen Monate zeigt unsere Fotostrecke. 

++Hier finden Sie Mogelpackungen der Industrie, die bis heute in den Supermarktregalen stehen++

bak/kg