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Gefährliches Geschenk Das Hoverboard - das gefährlichste Weihnachtsgeschenk des Jahres


Hoverboards sind eine Art Skateboard mit Elektromotor und liegen dieses Jahr unter vielen Weihnachtsbäumen. Die Dinger sind aber manchmal lebensgefährlich. Nach einigen Horrorunfällen reagiert nun auch Amazon.

Seitdem Michael J. Fox in "Zurück in die Zukunft" auf dem Hoverboard durch die Gegend cruiste, wünschen sich Technikfans das Gerät im wahren Leben. In diesem Jahr hat es das Hoverboard tatsächlich in die Läden geschafft. Die auch E-Boards genannten Produkte können zwar nicht fliegen, sondern sind eher eine Art selbstfahrendes Skateboard. Dennoch sind sie ein beliebtes Weihnachtsgeschenk. Doch offenbar auch ein lebensgefährliches.

Die akkubetriebenen Elektromotoren sowie die zugehörigen Ladegeräte sind oft so schlecht verarbeitet, dass sie überhitzen, Feuer fangen und explodieren. In den vergangenen Wochen gab es eine ganze Reihe von Horrormeldungen aus den USA und Großbritannien. So berichtet die "Daily Mail" über einen Briten aus Kent, der seinem Enkel ein 300 Pfund teures Hoverboard als Weihnachtsgeschenk kaufte. Beim Laden des Geräts in der Küche flog diese in die Luft und hinterließ einen rußgeschwärzten Totalschaden.

Hoverboard geladen, Haus brennt ab

Im US-Bundesstaat Louisiana brannte nach einem ähnlichen Unfall gleich ein ganzes Haus ab, nachdem eine Mutter ihrem zwölfjährigen Sohn ein Hoverboard geschenkt hatte. Sie hatte es erst einen Tag zuvor für 300 US-Dollar bei Amazon gekauft. Auch ein Video aus Alabama, das ein brennendes Hoverboard auf dem Gehweg zeigt, nachdem es im laufenden Betrieb Feuer gefangen hat, wirkt nicht gerade beruhigend.

Verbraucherschützer sind alarmiert

Die US-Verbraucherschutzorganisation CPSC untersucht bereits zehn Unfälle, bei denen Hoverboards Feuer fingen. In den vergangenen drei Wochen erhielt die Behörde zudem Meldungen über 30 Unfälle, nach denen die Betroffenen in die Notaufnahme gebracht werden mussten, die Ursachen war vor allem Feuer und Stürze.

Die britische Verbraucherschutzbehörde NTS warnt ebenfalls vor explodierenden Hoverboards. Sie hatte zuvor 17.000 nach Großbritannien importierte Geräte untersucht und annähernd 90 Prozent als unsicher eingestuft.

Amazon reagiert

Amazon hat laut der US-Tech-Seite "The Verge" mittlerweile auf die Meldungen reagiert und einige Modelle aus dem Angebot genommen. Zudem schickte Amazon allen Händlern, die auf der Plattform Hoverboards anbieten, ein Schreiben, in dem Sicherheitsnachweise für die angebotenen Boards verlangt werden. Die großen Airlines stellten unterdessen klar, dass man die E-Boards wegen der Feuergefahr auch nicht im Flugzeug mitnehmen darf.

Ein aktuell von c't getestetes Hoverboard brachte die Nutzer noch auf andere Weise in Gefahr. Das Gerät verfügte offensichtlich über einen Überhitzungsschutz. Dieser führte aber dazu, dass sich das Hoverboard nach 20 Minuten bei voller Fahrt abschaltete: Die Räder blockierten und die Tester legten sich reihenweise auf die Nase. In Deutschland sind die Boards laut c't im Straßenverkehr verboten.


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