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Märklin, Schiesser und Co.: Diese deutschen Traditionsfirmen gingen pleite – so steht es heute um sie

Zahlreiche deutsche Traditionsfirmen mussten in den vergangenen Jahren Insolvenz anmelden. Manche Marken verschwanden daraufhin, aber viele lebten auch nach der Pleite weiter. Ein Überblick von Märklin bis Kettler.

Leysieffer

Leysieffer (2019)

Der traditionsreiche Pralinen- und Schokoladenhersteller Leysieffer aus Osnabrück meldete am 2. April 2019 Insolvenz an. Das in der vierten Generation geführte Familienunternehmen hat 30 Standorte in Deutschland. 350 Mitarbeiter sind betroffen. Nun wird die Sanierung in Eigenverwaltung angestrebt.

DPA

Auch Tradition schützt nicht vor den harten Gesetzen des Marktes. Zahlreiche prominente deutsche Traditionsfirmen sind in diesem Jahrtausend pleite gegangen. Der Fernsehhersteller Loewe, der im 19. Jahrhundert technische Pionierarbeit leistete, ist ebenso dabei wie der Erotikkonzern Beate Uhse, einst Erfinder des Sex-Shops. Den legendären Modelleisenbahnhersteller Märklin traf es ausgerechnet zum 150-jährigen Firmenjubiläum und Kettler, dem wir das Kettcar verdanken, ist schon zum zweiten Mal insolvent. 

Aber nicht jede Pleite bedeutet gleich das Ende des klangvollen Unternehmensnamens. Manche Firmen nutzen die Insolvenz für Sanierung und Neustart in Eigenregie, bei anderen übernehmen externe Investoren das Sagen. Die Fotostrecke zeigt, welche prominenten deutschen Traditionsfirmen in den vergangenen Jahren den Gang in die Insolvenz antreten mussten - und wie es nach der Pleite weiterging.