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Jahresprognose gesenkt: Nissan mit Gewinneinbruch

Für Nissan läuft es nicht rund. Schwache Verkaufszahlen beim japanischen Renault-Partner haben zu einem Gewinneinbruch geführt. Und noch immer belastet den Konzern der Skanal um seinen Ex-Chef.

Nissan

Die Zahlen stehen schlecht für den japanischen Autobauer Nissan. Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa

Der japanische Renault-Partner Nissan hat in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres in Folge schwacher Verkäufe einen Gewinneinbruch verzeichnet.

Wie der vom Skandal um den angeklagten und in den Libanon geflohenen Ex-Chef Carlos Ghosn erschütterte Konzern am Donnerstag bekanntgab, schrumpfte der Nettogewinn in den ersten neun Monaten des bis zum 31. März laufenden Geschäftsjahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 87,6 Prozent auf nur noch 39,27 Milliarden Yen (327,5 Mio Euro).

Zugleich kappte der Konzern seine Prognose für das gesamte Geschäftsjahr und geht jetzt von einem Reingewinn von 65 Milliarden Yen aus. Zuvor hatte Nissan noch von einem Erlös von 110 Milliarden Yen erwartet.

Seinen in den Libanon geflohenen früheren Chef Carlos Ghosn hatte Nissan auf Schadenersatz in Millionenhöhe verklagt. Beim Bezirksgericht in Yokohama wurde dazu eine Zivilklage über 10 Milliarden Yen (83 Mio Euro) eingereicht.

Mit der Summe solle ein Teil der finanziellen Schäden ausgeglichen werden, die Ghosn Nissan durch sein jahrelanges «betrügerisches» und «korruptes» Verhalten zugefügt haben soll. Dazu gehörten der Privatgebrauch von Firmen-Jets, Gelder an Ghosns Schwester, Zahlungen an seinen privaten Anwalt im Libanon und der Gebrauch von Immobilien im Ausland ohne Zahlung von Miete.

dpa