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Stiftung Warentest: Klarspüler im Test: Die teuersten hinterlassen die meisten Flecken

Klarspüler sollen dafür sorgen, dass Gläser ohne Flecken aus der Spülmaschine kommen. Eine Untersuchung der Stiftung Warentest von 19 Produkten zeigt: Das schafft längst nicht jeder.

Klarspüler in der Spülmaschine sollen Gläser fleckenfrei bekommen

Klarspüler in der Spülmaschine sollen Gläser fleckenfrei bekommen

Das kann man wirklich gar nicht brauchen: Gläser, die mit Flecken aus der Spülmaschine kommen, sodass man nochmal ordentlich nachpolieren muss. Wer Pulver oder Solotabs verwendet, muss daher Klarspüler hinzufügen. Aber längst nicht jedes der Mittel erledigt seinen Job auch zufriedenstellend.

Die Stiftung Warentest hat 1500 Stunden im Labor gespült, um gute Mittel von weniger guten zu unterscheiden. Von den 19 getesteten Klarspülern erhielten 12 die Note "Gut", die restlichen sieben aber waren nur "ausreichend" oder sogar "mangelhaft". Sie zeigten allesamt Schwächen in der wichtigsten Testkategorie: dem Klarspülen. Gläser, Besteck und Porzellan kamen mit Flecken, Belägen oder trüben Filmen aus der Maschine.

Am schlechtesten schnitten die beiden Ökomittel Sonett und Ecover ab. Die teuersten Produkte im Test sind zwar die umweltfreundlichsten, hinterlassen aber die meisten Flecken. Am besten schnitten Domol von der Drogeriekette Rossmann, Denkmit vom Konkurrenten dm und Saubermax von Norma ab. 

Hausmittel bringen nichts

Das Geheimnis eines guten Klarspülers sind die enthaltenen Tenside. Diese Moleküle sorgen dafür, dass die Tropfen zerfließen und das Wasser filmartig abläuft. "Billige Rezepturen mit geringer Tensid-Konzentration funktionieren schlecht", sagt Testleiter Konrad Giersdorf. Wieviel Tenside ein Klarspüler enthält, können Kunden in der Liste der Inhaltsstoffe auf dem Flaschenetikett nachlesen. Produkte mit weniger als 5 Prozent Tensidgehalt sind laut Test nicht zu empfehlen, die guten Mittel haben zwischen 5 und 15 Prozent. 

Die fehlenden Tenside sind auch der Grund, warum die Hausmittel Essig und Zitronensäure nicht mit den Industrieprodukten mithalten können. Die Prüfer testeten die Hausmittel unter den gleichen Bedingungen - mit dem Ergebnis, dass diese nahezu wirkungslos sind. Wem glänzende Gläser wichtig sind, der muss auf Chemie aus dem Drogeriemarkt zurückgreifen.

Wer für seine Multi-Tabs verwendet, braucht dagegen keinen Klarspüler, weil Wirkstoffe zum Spülen schon enthalten sind. Allerdings: Auch bei den Multi-Tabs gibt es gute und weniger gute, wie kürzlich ein entsprechender Test der Stiftung Warentest zeigte.

Den kompletten Klarspüler-Test der Stiftung Warentest gibt es hier.

bak
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