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Kohle soll ersetzt werden Ist Wasserstoff ein Schlüssel für die Stahlbranche?

Salzgitter AG
Der Salzgitter-Konzern hatte zuletzt politische und finanzielle Hilfe für die Umstellung der Stahlproduktion auf klimafreundlichere Verfahren gefordert. Foto: Christophe Gateau/dpa
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Ein Weg für die Zukunft? Beim Stahlproduzenten Salzgitter will sich Bundesforschungsministerin Anja Karliczek über die Produktion mit Wasserstoff informieren.

Die zukünftige Stahlproduktion hängt für Bundesforschungsministerin Anja Karliczek stark von erneuerbaren Energien ab.

«Der Schlüssel, um die Stahlbranche in Deutschland zu halten, ist der Einsatz von grünem Wasserstoff», sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur im Vorfeld eines Besuchs beim Stahlkonzern Salzgitter. Bei einem Wasserstofftag in Niedersachsen will die Ministerin mit Experten aus Industrie und Wissenschaft die Perspektiven des Energieträgers diskutieren.

Das Bundeskabinett hatte im Juni eine Wasserstoffstrategie verabschiedet, die Milliarden-Zuschüsse, rechtliche Erleichterungen und konkrete Produktionsziele vorsieht. Nach dem Willen der großen Koalition soll Deutschland bei der Nutzung neuartiger klimafreundlicher Wasserstoff-Energie weltweit zum Vorbild werden. In Salzgitter will sich Karliczek über ein Projekt informieren, mit dem der Stahlhersteller den CO2-Ausstoß erheblich senken will. Kohle soll bei der Erzeugung von Eisen schrittweise durch Wasserstoff und Strom aus erneuerbaren Quellen ersetzt werden. Am Ende stünde eine Verminderung der CO2-Emissionen um 95 Prozent.

Für die Umsetzung hatte der Konzern politische und finanzielle Hilfe gefordert. Die Stahlindustrie sei zwar in der Lage, einen substanziellen eigenen finanziellen Beitrag zur CO2-Minderung zu leisten, sagte Vorstandschef Heinz Jörg Fuhrmann im Januar. Ohne eine öffentliche Anschub-Finanzierung werde das aber nicht umzusetzen sein, betonte er damals. Auf der Hauptversammlung des Konzerns vor wenigen Tagen bewertete Fuhrmann die jüngsten Maßnahmen der Regierung positiv. Das Konjunkturpaket und die Wasserstoffstrategie seien geeignet, bei der Dekarbonisierung der Industrie zügige Fortschritte zu unterstützen.

dpa

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