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New Yorker Edel-Bäckerei: Lieferbote klaut Kuchen im Wert von 80.000 Euro

Kuchen-Schmuggel: In New York wird der Mitarbeiter einer Luxus-Konditorei beschuldigt, mehr als 1000 Feinschmecker-Kuchen geklaut zu haben. Sie kosten rund 80 Euro das Stück.

Berühmt ist Lady M vor allem für seine Version des Mille Crêpe (hier ein Symbolbild), den Kuchen mit den 1000 Schichten

Berühmt ist Lady M vor allem für seine Version des Mille Crêpe (hier ein Symbolbild), den Kuchen mit den 1000 Schichten

Getty Images

Die Konditorei Lady M Confections gehört zu den angesagtesten Feinschmeckerläden New Yorks. Promis wie Oprah Winfrey haben sich öffentlich als Fans der Instagram-tauglichen  Küchlein geoutet. Berühmt ist Lady M vor allem für seinen Mille Crêpes, den das New York Times Magazine als "mindestens den zweitbesten Kuchen der Stadt" bezeichnet hat. Er besteht aus 20 Lagen Crêpes, misst 23 Zentimeter Durchmesser und kostet 90 Dollar (rund 80 Euro).

Nun wird ein Lieferfahrer des berühmten Ladens beschuldigt, 1020 der wertvollen Backwerke im Wert von 89.250 Dollar (rund 80.000 Euro) geklaut zu haben. Lady M verlangt von dem Kuchendieb, den vollen Warenwert zu ersetzen. Die Leckereien hat der 32-Jährige höchstwahrscheinlich nicht selbst verspeist, sondern für den eigenen Profit weiterverkauft. Offenbar gibt es für die exklusiven Kuchen einen regen Schwarzmarkt.

Kuchen auf dem Schwarzmarkt verkauft

Auf die Schliche kam Lady M dem diebischen Mitarbeiter durch die Auswertung von Überwachungskamera-Material. Es zeige, wie der Beschuldigte die Kuchen aus dem Kühlschrank des Ladens in sein Auto verfrachte. Zunächst war der Diebstahl nicht aufgefallen. Erst als immer mehr ihrer Kuchen auf dem Schwarzmarkt auftauchten, begann das Unternehmen Verdacht zu schöpfen. Der Ex-Mitarbeiter hat sich Medienberichten zufolge im vorangegangenen Strafprozess bereits des Diebstahls schuldig bekannt. Nun geht es im Zivilprozess um die Schadensersatzforderungen der Bäckerei.

Lady M Confections begann 2002, New Yorker Restaurants und Geschäfte mit seinen Kuchen zu beliefern. 2004 eröffnete das erste eigene Café an der noblen Upper East Side. Mittlerweile hat die Bäckerei allein in Manhattan sechs Ladengeschäfte und verschickt ihre Kuchen im ganzen Land. Sogar in China, Hongkong und Singapur ist Lady M mit Filialen vertreten.

Quellen: New York Times / Guardian

bak
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