HOME

Weniger Gewicht, gleiche Zutaten: Darum ist die neue Milka Darkmilk eine Mogelpackung

Die neue Milka Darkmilk wiegt nur 85 statt 100 Gramm, was Hersteller Mondelez mit höherer Qualität begründet. Die Verbraucherzentrale Hamburg bezweifelt das Versprechen der "Schrumpftafel".

Milka Darkmilk

Die neue Milka Darkmilk ist für die Verbraucherzentrale Hamburg eine Mogelpackung: "Die vier neuen Schokoladen Milka Darkmilk von Mondelez sehen aus wie normale 100-Gramm-Tafeln, wiegen aber nur 85 Gramm." Der Verkaufspreis von 1,09 Euro ergäbe auf 100 Gramm umgerechnet stolze 1,28 Euro. Mondelez verweist auf höhere Qualität "durch das besonders intensive Conchieren der Schokoladenmasse – dadurch verliert sie alle Bitterstoffe" sowie einen höheren Anteil an Kakaobutter. Die Verbraucherschützer stellen dagegen fest, dass es sich bei der "Darkmilk zarte Alpenmilch" um dieselben Zutaten wie bei der günstigeren Milka Zartherb (100 Gramm) handelt - nur dass statt "mindestens 45 Prozent Kakao" jetzt nur noch "mindestens 40 Prozent" versprochen wird. Außerdem gibt es statt "natürlichem Aroma" nur noch "Aroma". Verwirrend sei zudem, dass auf der Vorderseite der "Schrumpftafel" der Kaloriengehalt je 100 Gramm, aber nicht die tatsächliche Füllmenge angegeben ist.

Preiserhöhungen mögen die Kunden nicht, daher sparen viele Hersteller lieber am Inhalt. Das kommt auf dasselbe heraus, fällt aber nicht so einfach auf. Die Verbraucherzentrale Hamburg schaut genau hin und kürt regelmäßig die "Mogelpackung des Monats".

Diesmal kritisieren die Verbraucherschützer die neue Milka Darkmilk: "Die vier neuen Schokoladen Milka Darkmilk von Mondelez sehen aus wie normale 100-Gramm-Tafeln, wiegen aber nur 85 Gramm." Der Verkaufspreis von 1,09 Euro ergäbe auf 100 Gramm umgerechnet stolze 1,28 Euro. Mondelez verweist auf höhere Qualität "durch das besonders intensive Conchieren der Schokoladenmasse – dadurch verliert sie alle Bitterstoffe" sowie einen höheren Anteil an Kakaobutter.

Die Verbraucherschützer stellen dagegen fest, dass es sich um dieselben Zutaten wie bei der günstigeren Milka Zartherb (100 Gramm) handelt - nur dass statt "mindestens 45 Prozent Kakao" jetzt nur noch "mindestens 40 Prozent" versprochen wird. Außerdem gibt es statt "natürlichem Aroma" nur noch "Aroma". Verwirrend sei zudem, dass auf der Vorderseite der "Schrumpftafel" der Kaloriengehalt je 100 Gramm, aber nicht die tatsächliche Füllmenge angegeben ist.

Illustre Reihe von Mogelpackungen

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat bereits viele namhafte Hersteller als Mogelpackung des Monats angeprangert. Der Schoko-Weihnachtsmann von Milka war ebenso darunter wie die Pasta-Sauce Miracoli oder Müsli von Dr. Oetker. Milka-Hersteller Mondelez kritisierten die Verbraucherschützer auch für die Abkehr von der 100-Gramm-Standardgröße hin zu 93-, 87- oder 81-Gramm-Tafeln sowie die Schrumpfung einiger 300-Gramm-Großpackungen auf 270 oder 280 Gramm.

Einmal im Jahr lässt die Verbraucherzentrale unter den Kandidaten über die Mogelpackung des Jahres abstimmen. 2017 erhielt das Vitalis Früchtemüsli von Dr. Oetker den Negativpreis. Weitere Mogelpackungen der vergangenen Monate zeigt unsere Fotostrecke. 

++Hier finden Sie Mogelpackungen der Industrie, die bis heute in den Supermarktregalen stehen++

Milka
bak/kg