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Mogelpackung des Monats: Schon bemerkt? Milka hat seine Großpackungen geschrumpft

Die Milka-Großpackung ist gar nicht mehr so groß: Der Hersteller packt neuerdings deutlich weniger als die gewohnten 300 Gramm Schokolade rein - bei gleichem Preis und nahezu identischer Verpackung.

Milka Alpenmilch alt und neu

Die Großpackungen von Milka haben 300 Gramm? Das war einmal. Neuerdings steckt Hersteller Mondelez bei manchen Sorten nur noch 270 Gramm (bei anderen 280 Gramm) Schokolade hinein. Das entspricht bei gleichem Preis einer Verteuerung von 11 Prozent (bzw. 7 Prozent). Für den Verbraucher ist die versteckte Preiserhöhung auf den ersten Blick kaum zu erkennen: Denn das Verpackungsdesign ist identisch (siehe Bild), die neue Tafel lediglich 1 bis 2 Millimeter dünner als die alte. Mondelez verwies auf Anfrage der Verbraucherzentrale Hamburg nach den Gründen für die Preiserhöhung allgemein auf steigende Produktionskosten.

Preiserhöhungen mögen die Kunden nicht, daher sparen viele Hersteller lieber am Inhalt. Das kommt auf das selbe heraus, fällt aber einfach nicht so auf. Die Verbraucherzentrale Hamburg schaut genau hin und kürt regelmäßig die des Monats. Diesmal erhalten die Großpackungen von Milka den Negativpreis.

Hersteller Mondelez weicht seit August bei einigen Sorten von der gewohnten Größe von 300 Gramm ab und steckt nur noch 270 oder 280 Gramm Schokolade in die lila Packung. Bei gleichem Preis entspricht das einer Verteuerung von 7 bis 11 Prozent. Was den Verbraucherschützern sauer aufstößt: Für den Kunden ist die Schrumpfung auf den ersten Blick kaum zu erkennen. Denn die neue Tafel ist lediglich ein bis zwei Millimeter dünner als die alte, was bei nahezu identischer Verpackung alles andere als offensichtlich ist. 

Mondelez begründete die Verringerung der Füllmenge auf Anfrage der Verbraucherzentrale ganz allgemein mit steigenden Produktionskosten, wie sie in der Lebensmittelindustrie üblich seien.

Milka ist nicht zum ersten Mal im Visier der Verbraucherschützer. Erst kürzlich war der Schoko-Riegel Nussini wegen einer versteckten Preiserhöhung als Mogelpackung angeprangert worden. Und auch die Abkehr von der 100-Gramm-Standardgröße hin zu 93-, 87- oder 81-Gramm-Tafeln bewerteten sie als bewusstes Täuschungsmanöver.

Illustre Reihe von Mogelpackungen

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat bereits viele namhafte Hersteller als Mogelpackung des Monats angeprangert. Der Schoko-Weihnachtsmann von Milka war ebenso darunter wie die Pasta-Sauce Miracoli, Lenor-Waschmittel oder Müsli von Dr. Oetker. Einmal im Jahr lässt die Verbraucherzentrale unter den Kandidaten über die Mogelpackung des Jahres abstimmen. 2016 "gewann" das Mineralwasser Evian den Preis "Mogelpackung des Jahres". Weitere Mogelpackungen der vergangenen Monate zeigt unsere Fotostrecke. 

++Hier finden Sie Mogelpackungen der Industrie, die bis heute in den Supermarktregalen stehen++


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