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Nach Militäroffensive: Volkswagen verschiebt Entscheidung über Werk in der Türkei

Nach dem Einmarsch türkischer Truppen in Nord-Syrien will Volkswagen seine Pläne für eine neue Fabrik bei Izmir wohl erstmal überdenken.

Volkswagen

Angesichts der Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien hängt nun ein Fragezeichen über einem geplanten neuen VW Werk nahe Izmir. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Volkswagen hat angesichts der Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien den Beschluss für ein neues Werk nahe Izmir verschoben.

«Die Entscheidung für das neue Werk wurde vom Vorstand der Volkswagen AG vertagt», teilte ein Konzernsprecher mit. Das Unternehmen beobachte die gegenwärtige Lage sorgfältig und blicke mit Sorge auf die derzeitige Entwicklung.

Zuvor hieß es lange Zeit, dass man in finalen Verhandlungen sei. Vieles deutete daraufhin, dass sich die Türkei als Standort etwa gegen Bulgarien durchsetzen würde.

Seit Mittwoch gehen türkische Truppen mit verbündeten Rebellen gegen die Kurdenmiliz YPG in Nordsyrien vor. Ankara betrachtet die YPG als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit als Terrororganisation.

Der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen, warnte am Montag im ARD-«Morgenmagazin» vor den Folgen der Militäroffensive der Türkei in Nordsyrien. Die Angriffe der Türkei stoßen internatinal auf Kritik.

dpa