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Nord Stream 2 in der Ostsee: Bau umstrittener Gaspipeline kommt zügig voran

Lubmin - Ungeachtet der internationalen politischen Querelen geht der Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 zügig voran. Inzwischen sind laut Unternehmenssprecher Steffen Ebert alleine im deutschen Teil der Ostsee rund 100 Kilometer der insgesamt 1230 Kilometer langen Pipeline verlegt worden.

Gas-Pipeline Nord Stream 2

Die Verlegearbeit erfolgt an mehreren Stellen gleichzeitig, insgesamt beteiligen sich den Angaben zufolge aktuell rund 30 Schiffe an den Bauarbeiten in der Ostsee, wie hier das Verlegeschiff «Audacia». Foto: Bernd Wüstneck

Ungeachtet der internationalen politischen Querelen geht der Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 zügig voran. Inzwischen sind laut Unternehmenssprecher Steffen Ebert alleine im deutschen Teil der Ostsee rund 100 Kilometer der insgesamt 1230 Kilometer langen Pipeline verlegt worden.

Die Verlegearbeit erfolgt an mehreren Stellen gleichzeitig, insgesamt beteiligen sich den Angaben zufolge aktuell rund 30 Schiffe an den Bauarbeiten in der Ostsee. Von Ende 2019 an soll russisches Gas bis ins vorpommersche Lubmin gepumpt werden. Durch Nord Stream 1 fließt bereits seit 2011 Gas nach Deutschland.

Das 9,5 Milliarden-Euro-Projekt, das vom russischen Energiekonzern Gazprom geleitet wird, wird in Teilen Europas und den USA kritisiert. So fürchtet die Ukraine um ihre einträgliche Rolle als Transitland für den Gastransport nach Westeuropa. Polen und die baltischen Staaten warnen vor einer wachsenden Abhängigkeit vom russischen Gas. Auch US-Präsident Donald Trump kritisiert eine zu enge Verflechtung von Deutschland und Russland und droht mit Sanktionen.

dpa