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Luftfahrtmesse Le Bourget 2015: Die Messe der Milliarden-Deals

Heimspiel für Airbus auf der Luftfahrtmesse in Paris: Der europäische Flugzeugbauer hat sich den Spitzenplatz auf der Branchenschau in Le Bourget gesichert. Doch auch kleine Maschinen sorgen für Aufmerksamkeit.

Flugzeuge bei der Paris Air Show

Seit Freitag ist die Luftfahrtmesse in Le Bourget auch für das Publikum geöffnet

Alle zwei Jahre wieder: Auf dem im Süden von Paris gelegenen Flughafen Le Bourget trifft sich die Branche zur weltgrößten Luftfahrtmesse. Alle Aussteller hoffen während der ersten vier Fachbesuchertage auf fette Aufträge, egal ob es sich um Zivil- oder Militärmaschinen handelt.

Dieses Jahr scheint die Rechnung voll aufgegangen zu sein. Der Flugzeugbauer Airbus hat seinen Erzrivalen Boeing bei der Jagd nach Kunden abgehängt. Die Europäer haben Aufträge und Vorverträge für 421 Mittel- und Langstreckenjets eingesammelt, wie Airbus-Chef Fabrice Brégier am Donnerstag in Le Bourget verkündete.

Boeing blieb dagegen mit 331 Bestellungen dahinter zurück. Für die Hersteller geht es jetzt darum, wie sie die Auftragsberge bewältigen - und was aus ihren wenig gefragten Flaggschiffen 747 und A380 wird.

Voller Optimismus blicken die Flugzeugbauer in die Zukunft. Airbus rechnet mit einem weiterhin steigenden Bedarf an Flugzeugen im Luftverkehr. Nach Berechnung des Herstellers werden in den kommenden 20 Jahren weltweit 32.600 neue Flugzeuge mit mehr als 100 Sitzen benötigt, was einem Wert von 4,4 Billionen Euro entspricht.

Nach der Prognose von Airbus nimmt die Zahl der Flugpassagiere jährlich um 4,6 Prozent zu. Das bedeutet, dass sich der Weltluftverkehr von zur Zeit drei Milliarden Fluggästen pro Jahr bis 2034 verdoppeln wird. "Immer mehr Menschen in den Schwellenländern rücken in die Mittelschicht und können sich dann leisten, zu fliegen", so Airbus-Verkaufschef John Leahy.

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