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Präsentation der Jahreszahlen: Siemens hat mitten im Umbruch Gegenwind

Siemens legt Jahreszahlen vor. Der Konzern befindet sich wieder einmal im Umbruch, und zuletzt bekam er konjunkturellen Gegenwind zu spüren. Wie stark er das Unternehmen trifft, wird die Bilanz zeigen.

Siemens

Eingang zu Zentrale der Siemens AG in München. Foto: Matthias Balk/dpa

Mitten im größten Umbruch der letzten Jahre legt Siemens heute seine Jahreszahlen vor. In zwölf Monaten wird der Münchner Konzern anders aussehen.

Geht alles nach Plan, ist bis dahin das Energiegeschäft als Siemens Energy an die Börse gebracht. Und auch über die Nachfolge und den Zeitplan für den Abschied des prominenten Konzernchefs Joe Kaeser soll dann entschieden sein.

Der Umbruch passiert in schwierigen Zeiten. Im dritten Geschäftsquartal von April bis Juni hatte das Unternehmen die negative Konjunkturentwicklung bereits deutlich zu spüren bekommen. «Die kommenden drei, vier Quartale erwarten wir eine anhaltende zyklische Abschwächung in der Autoindustrie und im Maschinenbau», hatte Finanzchef Ralf Thomas damals gesagt. Das betrifft vor allem die sonst erfolgsverwöhnte Sparte Digital Industries, in der diese beiden Branchen für gut ein Drittel der Umsätze verantwortlich sind.

Und gerade die Sparte Digital Industries soll im neuen, schlankeren Siemens die zentrale Rolle spielen, denn hier sind die höchsten Margen zu holen. Wie gut sie Konjunkturschwankungen verkraften kann, wird mit über die Zukunft des Konzerns entscheiden.

Einige Gesellschaften, an denen Siemens mehrheitlich beteiligt ist, haben bereits Zahlen vorgelegt. Das Windenergie-Joint-Venture Siemens Gamesa, an dem der Konzern die Mehrheit hält, litt im vergangenen Quartal unter sinkender Profitabilität. Schnelle Besserung ist nicht in Sicht. Mehr Freude dürfte Kaeser an der börsennotierten Gesellschaft Siemens Healthineers haben, an der der Konzern die Mehrheit hält. Deren am Montag vorgelegte Zahlen wiesen deutliche Steigerungen bei Gewinn und Umsatz aus.

Für den Mutterkonzern erwarteten Analysten zuletzt ein verbessertes viertes Quartal. Für das ist derzeit Kaeser verantwortlich - sein Vertrag läuft bis Anfang 2021. Doch sein Kronprinz steht mit Roland Busch bereits in den Startlöchern. Seit Oktober ist er Vizechef des Konzerns. Dieser neu geschaffene Posten gilt auch als eine Art Probezeit für den Manager. Bei der Vorlage der Jahreszahlen dürften daher besonders viele Augen auf ihn gerichtet sein.

dpa
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