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Stiftung Warentest: Diese Urteile sollten Raucher kennen - bis zu 250.000 Euro Strafe drohen

Raucher beschäftigen zunehmend Gerichte: Mal stinkt der Hausflur nach Qualm, mal zieht der Dunst ins Schlafzimmer oder macht den Balkon unbenutzbar. Die Urteile zeigen: Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss hohe Strafen fürchten.

Mietminderung Zigarettenrauch

Rauchende Nachbarn können ein Grund sein, die Miete zu mindern, räumte das Landgericht Hamburg ein (Az. 311 S 92/10). Der Qualm sei ein "erheblicher Mangel", so der Richter. Eine Minderung der Miete von fünf Prozent sei zulässig. Der Nachbar habe abends auf dem Balkon zwei Zigaretten pro Stunde geraucht.

Kam der Wind aus Westen, wusste ein Mann aus , was ihm blühte: ein Schlafzimmer, das nach Zigarettenqualm stinkt. Denn seine Nachbarin unter ihm rauchte gerne abends auf ihrem Balkon. Stand der Wind ungünstig, zogen die Rauchschwaden direkt in seine Wohnung. Im Gespräch ließ sich der Streit nicht lösen - ein Gericht musste helfen.


In den vergangenen Jahren mussten Gerichte immer wieder Streitigkeiten zwischen Nichtrauchern und Qualmern schlichten. Mal zieht der Dunst ins Treppenhaus, mal durch offene Fenster in Wohnungen. Die Stiftung Warentest hat einige Urteile der jüngsten Vergangenheit aufgelistet. Und es wird deutlich: Wer vom Gericht zum Nichtrauchen verdonnert wird und sich nicht dran hält, kann massiv zur Kasse gebeten werden.

BGH-Entscheidungen: Raucher, Kinder, Holzfußboden: Diese Urteile sind für Mieter wichtig
Die Instandhaltung einer Mietwohnung sorgt häufig für Streit. Der typische Fall: Der Mieter zieht aus. Sein Vermieter meint aber, dass die Wohnung entweder noch renoviert oder für die Instandhaltung gezahlt werden müsse. Was dann gilt, musste der BGH im März klären.  In seiner Grundsatzentscheidung schlug das Gericht sich auf die Seite der Mieter. Diese müssen beim Auszug demnach nicht mehr automatisch einen Anteil der Renovierungskosten übernehmen, wenn sie vor Ablauf der vereinbarten Renovierungsfristen ausziehen. Außerdem dürfen Vermieter ihre Mieter nur dann pauschal zu Instandhaltungen verpflichten, wenn sie die Wohnung auch frisch renoviert übergeben.  (Az.: VIII ZR 185/14 u.a.)

Die Instandhaltung einer Mietwohnung sorgt häufig für Streit. Der typische Fall: Der Mieter zieht aus. Sein Vermieter meint aber, dass die Wohnung entweder noch renoviert oder für die Instandhaltung gezahlt werden müsse. Was dann gilt, musste der BGH im März klären.
In seiner Grundsatzentscheidung schlug das Gericht sich auf die Seite der Mieter. Diese müssen beim Auszug demnach nicht mehr automatisch einen Anteil der Renovierungskosten übernehmen, wenn sie vor Ablauf der vereinbarten Renovierungsfristen ausziehen. Außerdem dürfen Vermieter ihre Mieter nur dann pauschal zu Instandhaltungen verpflichten, wenn sie die Wohnung auch frisch renoviert übergeben.
(Az.: VIII ZR 185/14 u.a.)

kg