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Rede in Davos: Merkel: Alles gegen Wiederholung der Bankenkrise tun

Davos - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Politik und Wirtschaft dazu aufgerufen, alles zu tun, um eine Wiederholung der Bankenkrise von vor mehr als zehn Jahren zu verhindern.

Weltwirtschaftsforum in Davos

Warnende Worte von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. Foto: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Politik und Wirtschaft dazu aufgerufen, alles zu tun, um eine Wiederholung der Bankenkrise von vor mehr als zehn Jahren zu verhindern.

Die Zinspolitik der großen Notenbanken zeige, «dass wir letztendlich immer noch an dieser Krise knabbern, dass wir immer noch nicht raus sind», sagte Merkel beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums in Davos.

Durch die Bankenkrise habe man sich auch Raum für mögliche kommende Aufgaben genommen. Man müsse deshalb möglichst schnell wieder zur Normalisierung zurückkommen.

«Wenn man ehrlich ist, steckt uns diese Krise heute noch in den Knochen», sagte Merkel. «Sie hat unglaublich viel Vertrauen gekostet in der Politik, aber auch im Bereich der Wirtschaft, insbesondere im Finanzsektor.» Die nach der Bankenkrise eingeführten Regulierungen, die bessere Kontrolle der Banken - «okay, das waren Fortschritte», sagte die Kanzlerin. Wenn man aber die Menschen frage, habe der «Glaube an einen stabilen, internationalen Finanzsektor doch sehr gelitten». Und deshalb müsse alles getan werden, um eine Wiederholung zu verhindern.

Zugleich kritisierte Merkel eine «Vielzahl von Störungen und Verunsicherungen im multilateralen System». Das führe neben anderen Herausforderungen zu sinkenden Wachstumsprognosen durch den Internationalen Währungsfonds. Vor diesem Hintergrund solle das Forum in Davos einen Beitrag leisten, «besser mehr Sicherheit wieder in die Dinge hineinzubringen, als dass die Unsicherheit noch wachsen sollte».

Zu Beginn ihrer Rede hatte Merkel den internationalen Teilnehmern des Treffens versichert: «Ich darf Ihnen sagen, dass Deutschland wieder eine stabile Regierung hat und wir nach anfänglichen Schwierigkeiten auch gewillt sind, gut zu arbeiten.»

dpa