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Rückrufe und Produktwarnungen: Schon eine Portion kann tödlich sein – dringende Warnung vor Koffein-Pulver

Verbraucherschutzministerium NRW warnt vor Koffein-Pulver +++ Molkerei Zott ruft Sahnejoghurts wegen Schimmelkeimen zurück +++ Rewe ruft Pangasiusfilet zurück - auch in Penny-Märkten +++ Aktuelle Rückrufe und Produktwarnungen.

rückruf-ticker - koffein-pulver

Aufnahme des vom Rückruf betroffenen Koffein-Pulvers

21. Oktober: Verbraucherschutzministerium NRW warnt vor Koffein-Pulver

Das nordrhein-westfälische Verbraucherschutzministerium warnt dringend vor einem Koffein-Pulver namens "Caffeine 100%-HCL". Schon mit einer Portion des Produkts könne eine lebensbedrohliche Menge an Koffein konsumiert werden, teilte das Ministerium in Düsseldorf mit. Der Hersteller habe das Pulver bereits öffentlich zurückgerufen.    

Bei "Caffeine 100%-HCL" handelt es sich den Angaben zufolge um eine 150-Gramm-Dose mit einem Pulver, das zu 80 Prozent aus reinem Koffein besteht. Dosierungshinweise fehlen. Ein beigelegter Messlöffel voll entspricht demnach knapp sechs Gramm Pulver, also knapp fünf Gramm reinen Koffeins.      

Koffein führt laut Ministerium bereits ab einer Menge von einem Gramm zu Vergiftungserscheinungen wie Erregung bis zu Anfängen eines Delirs, Hörstörungen, Sehstörungen, Herzrasen und Herzrhythmusstörungen. Je nach Alter, Vorerkrankungen und körperlicher Konstitution liege die tödliche Dosis bei drei bis zehn Gramm Koffein.

Quelle: AFP

18. Oktober: Molkerei Zott ruft Sahnejoghurts wegen Schimmelkeimen zurück

Die Molkerei Zott ruft vorsorglich mehrere Sahnejoghurts zurück, weil sie möglicherweise durch Schimmelkeime verdorben sind. Betroffen sei der "Zott Sahnejoghurt Panna Cotta 150g" in den Sorten Pfirsich und Heidelbeere mit der Kennung 31.10.19 F, wie die Molkerei am Freitagabend mitteilte. Zudem geht es um die Sorten Erdbeer und Mango jeweils mit den Kennungen 29.10.19 F und 01.11.19 F. Vorsorglich zurückgerufen wurde außerdem der "Zott Sahnejoghurt 150g" in der Sorte Pfirsich-Maracuja mit der Kennung 29.10.19 F und 01.11.19 F. Die Kennung finden Verbraucher auf dem Joghurtdeckel.

Bei Verzehr der betroffenen Produkte sei Durchfall möglich. Wer einen Joghurt mit der entsprechenden Kennung gekauft hat, kann nach Angaben des Herstellers den Joghurtdeckel bei Zott einschicken. Dann gebe es den Einkaufspreis sowie die Portokosten zurück.

Quelle: DPA

16. Oktober: Wegen Glassplittern: Rapunzel ruft klare Suppe zurück 

Der Naturkosthersteller Rapunzel hat eine Gemüsebrühe wegen möglicher Glassplitter vorsorglich zurückgerufen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass in einem 250-Gramm-Glas Rapunzel "Klare Suppe" Glassplitter enthalten seien, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Betroffen sei das Produkt mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 18. September 2020. Die Firma mit Sitz im bayerischen Legau im Allgäu kündigte an, dass Kunden die betroffene Suppe zurückgeben könnten und der Kaufpreis erstattet würde.

16. Oktober: Rewe ruft Pangasiusfilet zurück - auch in Penny-Märkten

Rewe ruft derzeit bestimmte Chargen von Pangasiusfilet zurück. Sowohl in eigenen Filialen wie auch bei der Discounter-Tochter Penny. Der Grund: "Im Rahmen von Untersuchungen wurden Rückstände von Reinigungsmitteln (Benzalkoniumchlorid) festgestellt", teilt das Unternehmen in Pressemitteilungen mit. Eine gesundheitliche Beeinträchtigung könne aus diesem Grunde nicht ausgeschlossen werden. Daher wurden die betroffenen Produkte aus dem Verkauf genommen. Kunden können bereits gekaufte Packungen in die Märkte zurückbringen. Dort, so heißt es, bekommen sie den Kaufpreis erstattet, auch ohne Vorlage des Kassenbons. 

Folgende Produkte sind betroffen:

  • Bei Rewe: REWE Beste Wahl, Pangasiusfilet, 475g, gefroren alle Mindesthaltbarkeitsdaten bis einschließlich 03/2021 Fabriknummer: DL 22 (links neben Abtropfgewicht) EAN 4388844046801
  • Bei Penny: Berida, Pangasiusfilet, 475g, gefroren,  alle Mindesthaltbarkeitsdaten bis einschließlich 03/2021, Fabriknummer: DL 22 (links neben Abtropfgewicht) EAN 24797016.

Quellen: Penny, Rewe

11. Oktober: Rinderhack von Lidl kann blaue Kunststoffteile enthalten

Lidl ruft Hackfleisch zurück. In den Bundesländern Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz können sich in den Packungen "Landjunker Rinderhackfleisch 500 g" blaue Kunststofffremdkörper befinden. Betroffen sei die Ware mit dem Verbrauchsdatum 14.10.2019, der Losnummer 36862231 und dem Identitätskennzeichen DE NW 20028 EG. Produzent des Hacks ist der nordrhein-westfälische Hersteller SB-Convenience GmbH, ein Tochterunternehmen des Tönnies-Konzerns.

11. Oktober: Bundesweiter Rückruf von "Frische fettarme Milch"

Bundesweit wird das Produkt "Frische fettarme Milch" mit 1,5 % Fett zurückgerufen. Die Milch wurde bei unter anderem Edeka, Rewe, Kaufland, Aldi verkauft. Proben ergaben, dass sich gesundheitsgefährdende Bakterien im Produkt befinden, erklärt die DMK Deutsche Milchkontor GmbH. Folgendes Produkt ist betroffen: 

Frische fettarme Milch 1,5 % Fett, 1 Liter, Genusstauglichkeitskennzeichen: DE NW 508 EG

Folgende Handelsketten sind betroffen: 

  • Aldi Nord Milsani Frische Milch, 1,5 % Fett, Mindesthaltbarkeitsdatum: 15.10.2019, 18.10.2019, 20.10.2019
  • Aldi Süd Milfina Frische Milch 1,5 % Fett, Mindesthaltbarkeitsdatum: 10.10.2019, 14.10.2019
  • Bartels-Langness Tip Frische Milch, 1,5 % Fett, Mindesthaltbarkeitsdatum: 14.10.2019, 15.10.2019, 18.10.2019 sowie Hofgut Frische Milch, 1,5 % Fett, Mindesthaltbarkeitsdatum: 18.10.2019,
  • Edeka Gut & Günstig Frische Fettarme Milch ESL, 1,5 % Fett (1 Liter) Mindesthaltbarkeitsdatum: 14.10.2019, 16.10.2019, 18.10.2019, 20.10.2019
  • Kaufland  K-Classic Frische Milch, 1,5 % Fett, Mindesthaltbarkeitsdatum: 14.10.2019, 15.10.2019, 18.10.2019
  • Lidl  Milbona Frische Milch 1,5 % Fett, Mindesthaltbarkeitsdatum: 13.10.2019, 14.10.2019, 16.10.2019, 18.10.2019
  • Metro Deutschland GmbH Aro Frische Milch 1,5 % Fett, Mindesthaltbarkeitsdatum: 15.10.2019, 18.10.2019
  • Netto Marken-Discount Gutes Land, Frische Fettarme Milch länger haltbar, 1,5 % Fett (1 Liter) Mindesthaltbarkeitsdatum: 14.10.2019, 15.10.2019, 16.10.2019, 18.10.2019, 20.10.2019
  • real Tip Frische Milch 1,5 % Fett, Mindesthaltbarkeitsdatum: 14.10.2019, 15.10.2019, 18.10.2019
  • Rewe Ja! Frische Milch 1,5 % Fett, Mindesthaltbarkeitsdatum: 14.10.2019, 15.10.2019, 18.10.2019, 20.10.2019
Rückruf von Milch: Fude + Serrahn nehmen Produkt vom Markt

Käufer des Produktes sollten die Milch nicht verzerren, sondern entsorgen oder in einen der Supermärkte, auch ohne Vorlage des Kassenbons, zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet. 

Bei dem Bakterienfund handelt es sich um Aeromonas hydrophila. Der Verzehr könnte zu Durchfallerkrankungen oder einer Magen-Darm-Grippe führen. Sollten Sie betroffen sein, suchen Sie einen Arzt auf und trinken Sie ausreichend Wasser. 

Quelle:  "Produktwarnung.eu

11. Oktober: Aldi ruft beliebtes Toastbrot zurück

Aldi Nord ruft mehrere Sorten Toastbrot der Firma Reineke-Brot GmbH zurück. Betroffen sind die Sorten "Goldähren Dreikorntoast 500g" und "Goldähren Vollkornsandwich 750g" mit den Mindesthaltbarkeitsdaten bis einschließlich 19. Oktober, wie das Unternehmen aus Salzkotten bei Paderborn am Donnerstag mitteilte. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich darin Kunststoffteilchen befänden. Kunden, die das Produkt bereits gekauft haben, können es in allen Filialen zurückgeben und erhalten den Kaufpreis erstattet. 

Quelle: dpa

9. Oktober: Vivaris ruft Mio-Mio-Glasflaschen zurück

Wegen eines defekten Verschlusses ruft die Vivaris Getränke GmbH & Co. KG mehrere seiner Produkte zurück. Betroffen sind demnach Flaschen, die am Standort Grünberg produziert und abgefüllt wurden und einen bestimmten Mindestgehalt an Kohlensäure enthalten. Aufgrund eines technischen Fehlers kann sich bei einzelnen Flaschen der Verschluss ungewollt öffnen. Das Getränk könnte auslaufen oder übersprudeln. Der Inhalt sei nicht betroffen, heißt in einer Pressemitteilung von Vivaris. Groß- und Einzelhändler wie Rewe und Kaufland nehmen die vorhandenen Bestände aus dem Handel. 

Vom Rückruf betroffen sind folgende Glasflaschen in den Einheiten 0,5l, 0,7l und 0,75l:

  • Mio Mio Mate Ginger – MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020
  • Mio Mio Mate Banana – MHD: 29.02.2020 bis 27.05.2020
  • Mio Mio Lapacho Lemongrass – MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020
  • Mio Mio Guarana Pomegranate – MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020
  • Mio Mio Mate Original – MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020
  • Märkisch Kristall Classic – MHD: 29.04.2021 bis 27.07.2021
  • Märkisch Kristall Fassbrause Drehorgeljule – MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020
  • Märkisch Kristall Medium – MHD: 29.04.2021 bis 27.07.2021
  • Grüneberg Quelle Classic – MHD: 29.04.2021 bis 27.07.2021
  • Märkisch Kristall Orange – MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020
  • Grüneberg Quelle Medium – MHD: 29.04.2021 bis 27.07.2021
  • Märkisch Kristall Zitrone – MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020
  • Märkisch Kristall Sport – MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020

9. Oktober: BMW ruft 260.000 Autos in die Werkstatt

Der Autobauer BMW ruft wegen Problemen mit der Rückkamera fast 260.000 Autos in den USA zurück. Die Kamera und das Display könnten so eingestellt werden, dass beim Rückwärtsfahren die Sicht nach hinten verdeckt sei, teilte die US-Verkehrsaufsicht NHTSA am Mittwoch auf ihrer Internetseite mit. Das verstoße gegen die Vorschriften für Rückspiegel und erhöhe das Risiko für Unfälle. BMW will die Software in betroffenen Autos demnach aktualisieren. Der Rückruf solle voraussichtlich Mitte November starten.

8. Oktober: Hersteller ruft Getränke zurück

Rückruf Getränke

Rückruf von 14 Getränkesorten wegen fehlerhafter Verschlüsse bei bestimmten kohlensäurehaltigen Getränken in Glasflaschen vom Standort Grüneberg. 

Die Firma Vivaris ruft 14 verschiedene Getränkesorten zurück. Beim Abfüllen kam es zu technischen Probleme, weshalb sich nun der Verschluss der Flasche lösen kann. Die Getränke wurden bei Rewe und Kaufland verkauft. Glasflaschen in Einheiten 0,5, 0,7 und 0,75 Liter der folgenden Marken und Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) sind betroffen:

  • Märkisch Kristall Classic Betroffene MHD: 29.04.2021 bis 27.07.2021
  • Märkisch Kristall Fassbrause Drehorgeljule Betroffene MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020
  • Mio Mio Mate Ginger Betroffene MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020
  • Märkisch Kristall Medium Betroffene MHD: 29.04.2021 bis 27.07.2021
  • Grüneberg Quelle Classic Betroffene MHD: 29.04.2021 bis 27.07.2021
  • Mio Mio Mate Banana Betroffene MHD: 29.02.2020 bis 27.05.2020
  • Märkisch Kristall Orange Betroffene MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020
  • Grüneberg Quelle Medium Betroffene MHD: 29.04.2021 bis 27.07.2021
  • Märkisch Kristall Zitrone Betroffene MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020
  • Mio Mio Lapacho Lemongrass Betroffene MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020
  • Mio Mio Cola Original Betroffene MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020
  • Mio Mio Guarana Pomegranate Betroffene MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020
  • Märkisch Kristall Sport Betroffene MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020
  • Mio Mio Mate Original Betroffene MHD: 29.04.2020 bis 27.07.2020

Die betroffenen Flaschen können bei Rewe und Kaufland retourniert werden. Der Kaufpreis wird erstattet. 

Quelle: "Lebensmittelwarnung" "Vivaris"

7. Oktober: Kaufland ruft Shampoo und Duschgel zurück

Die Supermarkt-Kette Kaufland ruft Bevola Shampoo Mandelmilch und Duschgel Men 3 in 1 Energy zurück. Eine Routinekontrolle habe ergeben, dass sich eine erhöhte Anzahl an Bakterien der Art Pluralibacter gergoviae im Produkt befinde, so eine Mitteilung von Kaufland. Betroffen sind die Produkte mit folgenden Angaben: 

Bevola Shampoo Mandelmilch 500 ml 

EAN 4337185214059 

mit der Charge: 91830019

und

Bevola Men 3in1 Duschgel Energy Kick 300 ml

EAN 4337185214998

mit der Charge: 92030019

Die Bakterien könnten zu Hautverletzungen und bakteriellen Infektionen führen. Die Supermarkt-Kette bittet darum, die betroffenen Produkte nicht mehr zu verwenden. Kunden, die das Produkt erworben haben, können es auch ohne Vorlage des Kassenbons in allen Kaufland Filialen zurückgeben. Der Kaufpreis wird erstattet. 

Quelle: "Kaufland"

4. Oktober: Metro ruft Wilke-Wurstwaren zurück

Metro Deutschland ruft sämtliche Artikel des Lieferanten Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH & Co. KG  vorsorglich zurück. Betroffen sind neben sämtlichen Markenartikeln der Firma Wilke auch die Metro Eigenmarkenartikel aro Peperonisalami, aro Pizzasalami, Metro Chef Peperonisalami sowie Metro Chef Pizzasalami. Hintergrund der umfangreichen Rückrufaktion ist der Nachweis von Listerien in Produkten des Herstellers. Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Wilke seine Produktion gestoppt hat, nachdem entsprechende Keime in seinen Wurstwaren nachgewiesen worden waren. Bei zwei Menschen sollen diese Keime tödlich gewesen sein.

4. Oktober: Nach drei Todesfällen auch großer Fleischwarenrückruf in den Niederlanden

In den Niederlanden sind drei Menschen in den vergangenen zwei Jahren an den Folgen des Verzehrs von keimbelasteten Fleischwaren gestorben. Das berichten niederländische Medien, nachdem die nationale Gesundheitsbehörde RIVM eine entsprechende Mitteilung veröffentlichte. Darüber hinaus hätte der Bakterienbefall bei einer Frau zu einer Fehlgeburt geführt. Bei den Bakterien soll es sich wie in den jüngst bekannt gewordenen deutschen Fällen um Listerien handeln (siehe Meldungen vom 2. und 3. Oktober). 

Ein Hinweis für deutsche Grenzgänger, die in den Niederlanden einkaufen: Diverse niederländische Supermärkte rufen Reaktion auf den Keimbefall Fleisch- und Wurstwaren des Herstellers Offerman zurück, darunter Aldi sowie die einheimischen  Unternehmen Jumbo und Sligro. Bei Jumbo sind mehr als 100 Produkte betroffen. Offerman steht demnach bereits länger unter Beobachtung.

Quellen: "Volkskrant", "RTL Nieuws", Jumbo, Aldi NL, RIVM

3. Oktober: Behörde wartet im Fall Wilke auf Bericht

Nach zwei Todesfällen durch Bakterien in Wurstwaren erhoffen sich die Behörden Hinweise auf die Keimquelle. Man warte auf den Bericht der Arbeitsgruppe, die den betroffenen Betrieb untersucht habe, sagte ein Sprecher des nordhessischen Landkreises Waldeck-Frankenberg am Freitag. Neue Erkenntnisse werde es voraussichtlich am Nachmittag geben. Das am Dienstag vorläufig geschlossene Unternehmen Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren in Twistetal-Berndorf bleibe zunächst weiter zu.

In Wilke-Produkten waren mehrfach Listerien nachgewiesen worden. Die Keime können für Personen mit schwachem Immunsystem lebensgefährlich sein. Die Behörden verwiesen auf eine Untersuchung des Robert-Koch-Instituts (RKI), aus dem sich ein unmittelbarer Zusammenhang zu zwei Todesfällen in Südhessen herstellen lasse. Zudem gibt es 37 Krankheitsfälle, die möglicherweise mit Wurstwaren der Firma im Zusammenhang stünden. Diese Zahl habe sich auch nach einem Aufruf der Verbraucherorganisation foodwatch an mögliche weitere Betroffene, sich zu melden, nicht erhöht. 

Wann Wilke wieder produzieren darf, ist unklar. "Der Betrieb bleibt zu, bis die Quelle ermittelt ist", sagte der Sprecher. Für sämtliche Produkte der Firma läuft eine weltweite Rückrufaktion: Sie sind an der Kennzeichnung "DE EV 203 EG" zu erkennen. Wilke-Wurst soll allerdings auch an Fleischtheken und Großküchen in Krankenhäusern und Kantinen geliefert worden sein.

Quelle: DPA

2. Oktober: Zwei Todesfälle durch Keime in Wurst - Behörde schließt Firma Wilke Wurstwaren

Nach zwei Todesfällen durch Keime in Wurstwaren muss Fleischhersteller Wilke Wurstwaren in Twistetal-Berndorf in Nordhessen die Produktion stoppen. Das Veterinäramt des Landkreises Waldeck-Frankenberg habe den Betrieb geschlossen, sagte eine Kreis-Sprecherin am Mittwoch. In mehreren Fällen seien in Wurstprodukten Listerien nachgewiesen worden. Eine Untersuchung des Robert-Koch-Instituts habe einen unmittelbaren Zusammenhang zu Todesfällen bei zwei älteren Menschen aus Hessen ergeben. Zuvor hatte die "Hessische-Niedersächsische Allgemeine" (HNA) darüber berichtet. Den Informationen des Blattes zufolge, wurden bereits häufiger Verunreinigungen in den Produkten entdeckt. Nach der Quelle wird nun gesucht. 200 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen.

Listerien sind Bakterien, die zu Durchfall und Fieber führen können. Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem können sie lebensgefährlich sein. Laut Landkreis gibt es 37 weitere Krankheitsfälle, die möglicherweise mit den Wurstwaren der Firma im Zusammenhang stehen. Der Landkreis kündigte eine weltweite Rückrufaktion für alle Produkte der Firma mit Ausnahme von Vollkonserven an.

Quellen: DPA, "HNA"

2. Oktober: Opel ruft 90.000 Zafira-Modelle zurück

Wegen einer möglicherweise fehlerhaften Dachreling ruft Opel weltweit etwa 90.000 Fahrzeuge vom Typ Zafira zurück. Ein Fertigungsfehler schränkt offenbar die Tragfähigkeit der Reling ein. In Deutschland sind rund 24.000 Fahrzeuge aus den Modelljahren 2012 bis 2019  betroffen. Bei ihnen könnten sich auf der Dachreling montierte Gegenstände während der Fahrt lösen und andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Die Halter der betroffenen Fahrzeuge werden über das Kraftfahrzeug-Bundesamt von Opel angeschrieben und darum gebeten, eine Werkstatt aufzusuchen. Die Prüfung und möglicherweise der Austausch der Reling soll laut Opel maximal drei Stunden dauern. 

1. Oktober: Metallteile in Rewe-Röstzwiebeln

Das niederländische Unternehmen Top Taste ruft sein Produkt "Rewe Beste Wahl Röstzwiebeln" zurück. Betroffen sei die 150-Gramm-Dose mit der Mindesthaltbarkeit (MHD) 14.07.2020. Das teilte der Großhändler Walke Trade & Consult am Montagabend mit. Als Grund für den Rückruf des beim deutschen Einzelhändler Rewe gehandelten Produkts wurden mögliche Metallteile genannt. Vom Verzehr werde daher dringend abgeraten. Käufer können die betroffenen Produkte in jeder Rewe-Filiale zurückgeben – und erhalten auch ohne Vorlage des Kassenbons ihr Geld zurück.

Quelle: DPA

30. September: Ikea ruft Lätzchen wegen Erstickungsgefahr zurück 

Ikea hat ein Modell seiner Lätzchen für Kleinkinder zurückgerufen. Der schwedische Möbelriese bat seine Kunden am Montag, das Produkt vom Typ "Matvrå" in eines der Einrichtungshäuser zurückzubringen, sofern es sich um das Zweierpack in den Farben Rot und Blau handele. Wenn ein Kind an dem Lätzchen ziehe, könne sich ein Knöpfchen lösen und damit eine Erstickungsgefahrquelle darstellen, teilte der Konzern mit. Der Rückruf sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, der Kaufpreis werde komplett zurückerstattet. Die Lätzchen in Grün und Gelb seien sicher im Gebrauch, da sie aus einem anderen Material hergestellt worden seien und ein anderes Design hätten.

rös/mod/sve/jek/wlk/js/deb/rw/meh / DPA