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RWE produzierte weniger Strom: Energieriesen legen Zahlen vor

Für die Energiekonzerne Eon und RWE sind es komplizierte Zeiten. Die Energiewende zwingt sie, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Welche Rolle die Braunkohle noch haben wird, ist schwer zu kalkulieren.

Geschäftszahlen

Die letzten Handgriffe vor der gemeinsamen Pressekonferenz von RWE und Eon werden getätigt. Foto: Rolf Vennenbernd

Die beiden Energiekonzerne Eon und RWE legen ihre Geschäftszahlen für die ersten neun Monate dieses Jahres vor. Beide Essener Konzerne bereiten derzeit einen umfangreichen Tausch ihrer Geschäftsfelder vor.

Am Ende soll RWE nur noch Strom aus konventionellen und erneuerbaren Energien erzeugen und Großaktionär bei Eon werden. Eon will sich in Gegenzug ganz auf den Transport und den Verkauf von Strom und Gas konzentrieren.

RWE ist in den vergangenen Monaten durch den Streit um die künftige Rolle der Braunkohle in der deutschen Stromerzeugung in die Schlagzeilen geraten. Als größter deutscher Braunkohle-Verstromer ist der Konzern von den Ergebnissen der Beratungen der Kohle-Kommission besonders betroffen. Ein vom Oberverwaltungsgericht Münster verhängter Rodungsstopp für den Wald am Braunkohletagebau Hambach hat jetzt schon negative Folgen für RWE, die der Konzern auf einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag pro Jahr ab 2019 beziffert hat.

In den ersten neun Monaten dieses Jahres hat RWE deutlich weniger Strom produziert. Die Erzeugung sank bereits veröffentlichten Zahlen zufolge um 19 Milliarden Kilowattstunden auf knapp 132 Milliarden Kilowattstunden. Mit Ausnahme der Erneuerbaren gab es bei allen Energiearten einen Rückgang.

dpa
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