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Taschenfederkernmatratzen: Stiftung Warentest prüft Matratzen – die günstigen sind besser als die teuren

Matratzen mit Taschenfederkern eignen sich für Schläfer, denen schnell warm wird. Stiftung Warentest hat 21 Modelle getestet – und sich vor allem über die Preise gewundert.

Matratzen

Gute Matratzen müssen nicht viel kosten

Getty Images

Taschenfederkernmatratzen sind eine beliebte Alternative zu den vorherrschenden Kaltschaummodellen. Immerhin jeder Vierte schläft laut Stiftung Warentest auf einer solchen Matratze mit Federkern. Die Stahlfedern sind in kleine Fließstoff-Säckchen eingeschweißt und sollen für eine gute Federung sorgen. Das offene Innenleben der Matratze sorgt zudem für eine gute Luftzirkulation und Kühlung – ein Vorteil für Menschen, denen im Schlaf schnell zu warm wird. Schaumstoffmodelle haben dagegen einen wärmenden Effekt

Eines haben Federkern- mit Kaltschaummatratzen aber gemeinsam: Die Preisgestaltung der Anbieter ist abenteuerlich. Stiftung Warentest hat 21 Federkernmatratzen geprüft – darunter sieben baugleiche, die unter abgewandelten Namen von verschiedenen Ketten verkauft werden. Einen Zusammenhang zwischen Preis und Qualität konnten die Prüfer nicht feststellen.

Gute Matratzen liegen unter 300 Euro

Von der Qualität her lagen die Modelle recht eng zusammen: Unterm Strich schnitten alle Modelle "gut" oder "befriedigend" ab. Ausgerechnet die teuersten Modelle liegen aber auf den hinteren Plätzen.

Auf dem letzten Platz liegt die mit 435 Euro (für 90x200cm) teuerste Matratze im Test - die von Möbel Höffner verkaufte "Schlaraffia Bora Pur 55 TFK" (baugleich mit anderen Schlaraffia-Modellen bei anderen Händlern). Sie kommt auf eine Gesamtnote von 3,0. Auch die zweit- und drittteuerste Matratze im Vergleich – die Badenia Irisette Sinus TTFK für 370 Euro und die BeCo von Behren TFK Celsio-Gelschaum für 350 Euro – schnitten nur "befriedigend" ab.

Die Testsieger sind deutlich günstiger: Die MFO Classic (278 Euro) und die von Lidl online vertriebene Hn8 Schlafsysteme Dynamic TFK (189 Euro) erhalten die Note "Gut" (2,3).

Die Preise scheinen nicht nur losgelöst von der Qualität, sie schwanken auch noch heftig. So handelt es sich bei den oben angegebenen Zahlen um mittlere Preise. Tatsächlich gab es die von Höffner verkaufte Schlaraffia-Matratze innerhalb weniger Monate zu Preisen zwischen 299 Euro und 549 Euro zu kaufen. Der angegebene Normalpreis liegt sogar bei 649 Euro, ob der allerdings je verlangt wurde, darf bezweifelt werden. "Der Mondpreis dient offenbar nur dazu, einen großen Rabatt vorzugaukeln", schreibt Warentest.

Alle Ergebnisse des Matratzentests finden Sie kostenpflichtig unter www.test.de 

Reportage: So sieht es im geheimen Prüflabor der Stiftung Warentest aus

bak
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