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Studie: Mittelständler sind zuversichtlich und schaffen neue Jobs

Die Stimmung unter den deutschen Mittelständlern ist gut, der Bedarf an neuen Mitarbeitern groß. Dadurch dürfte aber auch der Mangel an Fachkräften weiter zunehmen, warnen die Autoren einer neuen Studie. Und sie sehen noch ein weiteres Risiko.

Mittelstand

Eine Textilweberei: Ein großer Teil der mittelständischen Unternehmen in Deutschland will einer Studie zufolge auch in diesem Jahr neue Jobs schaffen. Foto: Martin Schutt

Ein großer Teil der mittelständischen Unternehmen in Deutschland will einer Studie zufolge auch in diesem Jahr neue Jobs schaffen.

Im regelmäßig erscheinenden «Mittelstandsbarometer» des Beratungsunternehmens Ernst & Young (EY) gaben 38 Prozent der Betriebe an, die Zahl ihrer Mitarbeiter erhöhen zu wollen.

Seit 2004, als die Daten zu ersten Mal erhoben wurden, war der Anteil noch nie größer. Anfang 2018 hatte er bei 36 Prozent gelegen. Nur drei Prozent aller rund 1500 befragten Firmen wollen in diesem Jahr Stellen streichen. Der Rest der Unternehmen möchte seine Personaldecke unverändert lassen.

Zugleich bleibt der Mangel an Fachkräften aber auch die mit Abstand größte Sorge der Mittelständler, heißt es in der am Donnerstag in Stuttgart veröffentlichten Studie. «Zum einen brauchen die Unternehmen Personal, um die nach wie vor starke Nachfrage bewältigen zu können», erläuterte EY-Mittelstandsexperte Michael Marbler. «Zum anderen investieren derzeit viele Unternehmen erheblich in die Digitalisierung und neue Technologien, wofür sie entsprechend qualifizierte Mitarbeiter benötigen.» So dürften sich die ohnehin bestehenden Engpässe wohl weiter verschärfen.

Laut Studie sind die Unternehmen insgesamt deutlich optimistischer ins Jahr gestartet als sonst. Knapp zwei Drittel bewerten ihre aktuelle Lage als gut und fast der gesamte Rest immerhin noch als eher gut. Gut die Hälfte geht zudem davon aus, dass sich die Lage in den kommenden Monaten noch weiter verbessern wird. «Offensichtlich haben sich die verschlechterten Konjunkturprognosen noch nicht auf die Geschäftslage und -erwartungen der mittelgroßen deutschen Unternehmen ausgewirkt», analysierte Marbler.

Ganz so rosig wie vor einem Jahr sehen die Mittelständler die Konjunktur allerdings auch nicht mehr. Nur noch ein knappes Drittel (Vorjahr: 39 Prozent) geht davon aus, dass sich die allgemeine Wirtschaftslage in Deutschland in den kommenden Monaten verbessern wird. Dafür erwarten inzwischen 16 Prozent eine Verschlechterung. Das sind mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.

Dass sie die Konjunktur deutlich schwächer einschätzen als ihre eigene Entwicklung, sollte den Unternehmen zu denken geben, sagte Marbler und warnte angesichts von Brexit-Risiken und einer sich abzeichnenden Abkühlung in China vor zu hohen Erwartungen. «Tatsächlich ist es wichtig, die Risiken ernst zu nehmen und nicht davon auszugehen, dass der Aufschwung ungebremst anhält», sagte er.

Die Autobranche hat das laut Studie im vergangenen Jahr schon erlebt. Hier stürzte der Anteil der Firmen, die ihre Geschäftslage als gut einschätzen, von mehr als zwei Dritteln auf unter die Hälfte ab.

dpa
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