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Tarifverhandlungen: Kein Angebot zu Weihnachtsgeld für Gebäudereiniger

Gebäudereiniger verdienen zwar über dem Mindestlohn, bekommen aber beispielsweise kein Weihnachtsgeld. Die Arbeitgeber bleiben im Streit um Zuschläge zunächst nicht gesprächsbereit.

Neuer Anlauf zu Tarifverhandlungen für Gebäudereiniger

Im deutschen Gebäudereiniger-Handwerk nehmen die Verhandlungsparteien einen neuen Anlauf, um den Tarifkonflikt beizulegen. Foto: Sebastian Kahnert

Bei den wiederaufgenommenen Tarifverhandlungen für die rund 650.000 Gebäudereiniger in Deutschland wollen die Arbeitgeber nicht über das geforderte Weihnachtsgeld sprechen.

«Die Forderung nach einem 13. Monatsgehalt ist kein Thema für diese Rahmentarif-Verhandlungen», teilte der Verhandlungsführer des Bundesinnungsverbands, Christian Kloevekorn, zum Auftakt der Runde in Dreieich bei Frankfurt mit. Darüber könne man im kommenden Jahr bei den Lohntarifverhandlungen sprechen.

Die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) drohte für den Fall einer Nichtregelung erneut mit Streiks. Rund 100 Beschäftigte demonstrierten am Tagungshotel und drohten mit Arbeitsniederlegungen. «Das Weihnachtsgeld ist für uns eine elementare Forderung», sagte ein Sprecher der Gewerkschaft. Es werde auch in anderen Branchen in den Rahmentarifverträgen geregelt.

Die IG BAU hatte bereits im vergangenen Jahr mehrere Änderungen verlangt: Insbesondere sollten Fachkräfte höher eingestuft und erstmals in der Branche ein Weihnachtsgeld gezahlt werden. Nach vier ergebnislosen Runden hatten überraschend die Arbeitgeber im April den Rahmentarif gekündigt, weil sie Teilzeitkräften keine Überstundenzuschläge zahlen wollen.

dpa