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Trotz Stellenabbau: Stimmung Deutscher-Bank-Mitarbeiter hellt sich auf

Frankfurt/Main - Trotz des radikalen Konzernumbaus hat sich die Stimmung in der Belegschaft der Deutschen Bank in diesem Jahr einer Mitarbeiterbefragung zufolge etwas verbessert.

Deutsche Bank

Weltweit werden tausende Stellen abgebaut. Dennoch gilt die Deutsche Bank für viele weiter als attraktiver Arbeitgeber. Foto: Silas Stein/dpa

Trotz des radikalen Konzernumbaus hat sich die Stimmung in der Belegschaft der Deutschen Bank in diesem Jahr einer Mitarbeiterbefragung zufolge etwas verbessert.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sind demnach die Hälfte der Beschäftigten weltweit stolz darauf, bei dem Institut zu arbeiten, im Vorjahr waren es 47 Prozent. Insgesamt gab es bei 36 von 53 Fragen Verbesserungen. Die Deutsche Bank wollte sich auf Anfrage dazu nicht äußern.

Vorstandschef Christian Sewing schrieb in einer internen Mail an die Beschäftigten: «Viele von Ihnen sind der Meinung, dass die Deutsche Bank insgesamt ein attraktiverer Arbeitgeber geworden ist - darüber freuen wir uns besonders.» Die Verbundenheit mit dem Unternehmen verbesserte sich ebenso wie das Gefühl, sich einbringen zu können.

Allerdings sieht Sewing noch viel Luft nach oben. «Wir müssen schneller entscheiden und Verantwortung besser delegieren.» Fast die Hälfte der Mitarbeiter weltweit nahm an der Befragung im September teil.

Deutschlands größtes Kreditinstitut steckt aktuell in einem radikalen Umbau. Die Zahl der Vollzeitstellen soll bis Ende 2022 um rund 18.000 auf weltweit 74.000 sinken. Nach wie vor ist unklar, wie stark der Abbau den Heimatmarkt trifft.

Das Investmentbanking, das dem Geldhaus milliardenschwere Strafen einbrockte, wird kräftig gestutzt. Kern der neuen Deutschen Bank soll die neue Sparte Unternehmensbank werden, die sich um Mittelständler, Familienunternehmen und multinationale Konzerne kümmert.

dpa