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Übernahme des Betriebs: Firmenerben häufiger an Nachfolge interessiert

München - Die Bereitschaft von Unternehmerkindern zur Übernahme des Familienbetriebs steigt. Bei einer Umfrage der Stiftung Familienunternehmen sahen es 71 Prozent der Befragten als wahrscheinlich an, «dass sie bis zum 40. Geburtstag Geschäftsführer des Familienunternehmens sein werden».

Firmenerben

Der Vorstandsvorsitzende der Fielmann AG, Günther Fielmann, und sein Sohn Marc Fielmann: Die Bereitschaft von Unternehmerkindern zur Übernahme des Familienbetriebs steigt. Foto: Christophe Gateau/dpa

Die Bereitschaft von Unternehmerkindern zur Übernahme des Familienbetriebs steigt. Bei einer Umfrage der Stiftung Familienunternehmen sahen es 71 Prozent der Befragten als wahrscheinlich an, «dass sie bis zum 40. Geburtstag Geschäftsführer des Familienunternehmens sein werden».

Die Übernahmebereitschaft hat sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt. «Allen Unkenrufen zu Trotz steht eine Generation von Unternehmern zur Verfügung, die bereit und in der Lage ist, Verantwortung zu übernehmen», teilte die Stiftung Familienunternehmen mit.

Rund drei Millionen Familienunternehmen stehen in Deutschland für jeden zweiten Arbeitsplatz und 2,8 Billionen Euro Umsatz, so das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim. Jedes Jahr stehen Zehntausende Familienbetriebe zur Übergabe an.

Die Zeppelin-Universität Friedrichshafen hatte im Auftrag der Stiftung im vergangenen Jahr 516 potenzielle Unternehmensnachfolger befragt. Nur 29 Prozent vertraten die Ansicht, Geschäftsführer müssten aus der Familie kommen. 22 Prozent meinten, nur ein einziges Familienmitglied könne in die Geschäftsführung. «61 Prozent sehen es indes als wahrscheinlich an, dass ein Team aus Familienmitgliedern und Nicht-Familienmitgliedern die Geschäftsführung übernimmt.» Enorme Chancen sehe die nächste Unternehmergeneration in der Digitalisierung und in der Zusammenarbeit mit Start-ups.

dpa