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Sorge um Sicherheit Kunde zog Waffe: US-Handelskette stoppt Verkauf von Sammelkarten für Sport und "Pokemon"

Sammelkarten von Sportarten oder Serien wie "Pokemon" haben in der Pandemie an Beliebtheit gewonnen
Sammelkarten von Sportarten oder Serien wie "Pokemon" haben in der Pandemie an Beliebtheit gewonnen
© TNS/ABACA/ / Picture Alliance
In der Pandemie erfreuen sich Sammelkarten großer Beliebtheit. In den USA eskalierte zuletzt ein Streit um eben solche. Die Handelskette Target zieht daraus nun Konsequenzen.

Die US-Handelskette Target stoppt den Verkauf von Sammelkarten für Baseball, Basketball und Football sowie für die TV-Serie "Pokemon". Das Wirtschaftsunternehmen begründet den Schritt mit Sicherheitsgründen. "Die Sicherheit unserer Kunden und unseres Personals steht für uns an oberster Stelle", wird ein Sprecher von Target in mehreren US-Medien zitiert.

Anfang des Monats hatte es einen Vorfall in einem Target-Laden in Brookfield, Wisconsin gegeben, der landesweit für Schlagzeilen gesorgt hatte. Dort hatte ein Mann einen Streit um Sport-Sammelkarten mit einer Schusswaffe beendet. Mehreren Berichten zufolge hatten vier Männer zwischen 23 und 35 Jahren einen 35-Jährigen vor dem Target-Laden angegriffen und auf ihn eingeprügelt. Dieser habe daraufhin eine Schusswaffe gezogen, woraufhin die Angreifer geflohen seien.

Das Opfer habe leichte Verletzungen davon getragen und eine Lizenz dafür gehabt, eine Schusswaffe verdeckt zu tragen. Die vier Angreifer seien wenig später festgenommen worden und müssten sich nun unter anderem wegen Körperverletzung verantworten.

Nachfrage nach Sammelkarten in Pandemie gestiegen

Medienberichten zufolge ist die Nachfrage nach Sammelkarten in der Pandemie rasant angestiegen. Der Auktionsseite Ebay zufolge haben die Verkäufe von "Pokemon"-Karten in den USA zwischen 2019 und 2020 um 574 Prozent zugenommen, die für Football-Karten um mehr als 1500 Prozent. Auch der Verkauf von einzelnen, besonders wertvollen "Pokemon"-Karten sorgt immer wieder für Schlagzeilen. Im März wurde der britischen BBC zufolge eine Karte, die das Pokemon Glurak zeigt, für umgerechnet rund 330.000 Euro verkauft.

Warum die Nachfrage nach solchen Karten in der Pandemie gestiegen ist, bleibt unklar. Manche Experten vermuten, dass viele Menschen sich in den Lockdowns vermehrt alten Hobbys widmen.

Die Handelskette Target hatte nach dem Vorfall Anfang Mai bereits verfügt, dass nur noch eine Packung Sammelkarten pro Kopf und Tag gekauft werden dürfe. Das Unternehmen betonte den Berichten zufolge, dass der nun vollständige Stopp des Verkaufes temporär sei und man die Artikel weiterhin online kaufen könne.

Quellen:  "Washington Post" / NBC NEWS / BBC

fin

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