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Mogelpackung des Monats: Wasa da nicht mal mehr drin? Knäckebrot-Fans sind sauer über neue Packung

Wasa-Hersteller Barilla hat die Größen seiner Knäckebrotpackungen heimlich reduziert, den Preis aber gleich gelassen. Für die Verbraucherzentrale Hamburg ist Wasa die "Mogelpackung des Monats".

Wasa

Weniger Wasa: Hersteller Barilla hat bei den Knäckebrotsorten French Herbs drei Scheiben und bei Sesame sogar vier von 20 Scheiben herausgenommen, Aufmachung und Preis aber gleich gelassen. Der Preis je Gramm steigt so um 22 bzw. 23,4 Prozent. Barilla begründet die Preiserhöhung mit steigenden Rohstoffkosten, was die Verbraucherzentrale für vorgeschoben hält. Der Anteil der Rohstoffkosten am Gesamtpreis sei bei Brotprodukten nur marginal (Stand: Juni 2019)

Preiserhöhungen mögen die Kunden nicht, daher sparen viele Hersteller lieber am Inhalt. Das kommt auf dasselbe heraus, fällt aber nicht so einfach auf. Die Verbraucherzentrale Hamburg schaut genau hin und kürt regelmäßig die "Mogelpackung des Monats".

Diesmal kritisieren die Verbraucherschützer die versteckten Preiserhöhungen bei der Knäckebrotmarke Wasa. Über die neuen Packungen seien zuletzt besonders viele Verbraucherbeschwerden eingegangen. Hersteller Barilla hat bei den Sorten French Herbs drei Scheiben und bei Sesame & Sea Salt sogar vier von 20 Scheiben herausgenommen. Preis und Aufmachung der Packungen blieben gleich. Der Preis je Gramm steigt so um 22 bzw. 23,4 Prozent. Barilla begründet die Preiserhöhung mit steigenden Rohstoffkosten, was die Verbraucherzentrale für vorgeschoben hält. Der Anteil der Rohstoffkosten am Gesamtpreis sei bei Brotprodukten nur marginal

Illustre Reihe von Mogelpackungen

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat bereits viele namhafte Hersteller als Mogelpackung des Monats angeprangert. Der Schoko-Weihnachtsmann von Milka war ebenso darunter wie die Pasta-Sauce Miracoli oder Müsli von Dr. Oetker. Milka-Hersteller Mondelez kritisierten die Verbraucherschützer auch für die Abkehr von der 100-Gramm-Standardgröße hin zu 93-, 87- oder 81-Gramm-Tafeln sowie die Schrumpfung einiger 300-Gramm-Großpackungen auf 270 oder 280 Gramm.

Einmal im Jahr lässt die Verbraucherzentrale unter den Kandidaten über die Mogelpackung des Jahres abstimmen. 2017 erhielt das Vitalis Früchtemüsli von Dr. Oetker den Negativpreis. Weitere Mogelpackungen der vergangenen Monate zeigt unsere Fotostrecke. 

++Hier finden Sie Mogelpackungen der Industrie, die bis heute in den Supermarktregalen stehen++

Milka
bak/kg