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Nach Todesfällen: "Abartige Zustände" bei Wilke Wurst: Ex-Mitarbeiter berichten von Schimmel und Mäusekot

Nach der Schließung des Skandalbetriebes Wilke-Wurst kommen weitere unappetitliche Details ans Licht. Insider berichten von desaströsen hygienischen Zuständen in der Produktion.

Bei Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH verlieren rund 200 Mitarbeiter durch die Insolvenz ihren Job

Bei Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH verlieren rund 200 Mitarbeiter durch die Insolvenz ihren Job

DPA

Zwei Todesfälle in Hessen sollen mit keimbelasteter Wurst der Firma Wilke-Wurst in Verbindung stehen. Der Betrieb ist geschlossen, das Unternehmen hat Insolvenz angemeldet. Nun kommen weitere unappetitliche Details ans Licht: Mehrere Ex-Mitarbeiter berichten von skandalösen hygienischen Zuständen.

"Oft wurde so viel Wurst produziert, dass sie nicht mehr ins Kühlhaus passte, sondern im Gang davor gelagert wurde. Darum wurden die Würste nicht genug gekühlt", sagte ein ehemaliger Abteilungsleiter der "Bild am Sonntag". "Es entstand Schimmel, erst auf dem Darm, dann im Darm. Spätestens dann hätten sie auf den Müll gehört! Sie wurden aber in Scheiben geschnitten und verkauft." 2018 habe er gekündigt.

Ein weiterer Ex-Mitarbeiter berichtet der Zeitung, er habe "Mäusekot im Produktionsbereich gefunden" und der Geschäftsführerin ein Foto davon gezeigt. "Sie zwang mich, es zu löschen." 

Frische Wurst neben Gammelfleisch

Die Berichte decken sich mit denen von Insidern, die die "Waldeckische Landeszeitung" gesprochen hat. Ein 27-Jähriger, der in diesem Jahr drei Monate in dem Betrieb arbeitete, berichtet, dass frische Wurst direkt neben Gammelfleisch gelagert wurde. Mundschutz hätten die Mitarbeiter nur bei angekündigten Kontrollen getragen.

Ein Lebensmitteltechnologe, der Wilke Wurst schon seit 15 Jahren berät, berichtet der "Waldeckischen Landeszeitung", dass die Missstände schon seit Jahren bestehen. Bei jedem seiner drei bis vier Besuche pro Jahr habe er die Geschäftsführung auf die "abartigen Zustände" hingewiesen. Passiert sei nichts. Im Gegenteil: "Die Zustände dort sind immer schlechter geworden." Die Zeitung zeigt auch Fotos des Lebensmitteltechnologen, die dieser bei seinem letzten Besuch im September 2018 gemacht haben soll, um die Zustände zu dokumentieren. Sie zeigen schimmelübersäte Würste, verdreckte Geräte und fertige Waren neben schimmelnden Wasserrohren.

Vergangene Woche war bekannt geworden, dass das Robert-Koch-Institut die Todesfälle zweier älterer Personen in Folge von Listerien untersucht. Zudem gibt es den Behörden zufolge mittlerweile 37 Krankheitsfälle, die ebenfalls im Zusammenhang mit den Wurstwaren von Wilke stehen sollen. Außerdem wurde bekannt, dass es schon im März einen bestätigten Listerienfund bei Wilke gegeben habe. Die Produktion wurde vergangene Woche gestoppt, es wurde ein weltweiter Rückruf aller Produkte angeordnet.

Quellen: Bild / Waldeckische Landeszeitung / DPA

bak
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Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.