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Von Kursen bis Bekleidung Das Milliardengeschäft Yoga


Gestresste Manger tun es, Hausfrauen, Kinder und Greise auch - Yoga verkörpert weltweit den Wunsch nach Entschleunigung und gesundem Körpergefühl. Dafür greifen wir tief in Tasche: Mit dem Sonnengruß und Co. lassen sich heute Milliarden verdienen. 

Zuerst kommt das "Kind mit gestreckten Armen", dann der "herabschauende Hund": Die langsam und behutsam ausgeführten Yoga-Übungen haben gerne klangvolle Namen. Und dienen nicht nur der körperlichen Fitness. Yoga soll sich auch auf den Geist und die Seele auswirken. Ein Entgiftungsprogramm, das den Alltag entschleunigt und Körper und Geist in Einklang bringen soll.  

Yoga hat sich längst vom Trend zum sportlichen Alleskönner gewandelt: Der Gesundheitssport hilft bei Stress, Rückenschmerzen und sogar Depressionen. Rund fünf Millionen Deutsche schwören bereits auf die alten Dehn- und Meditationsübungen aus Fernost. Denn sie bieten den perfekten Ausgleich zu unserer stressigen Welt. Entschleunigung, Körper und Geist vereinen - das überzeugt. Kein Wunder, dass Yoga nicht nur zum Volkssport, sondern auch zu einem lukrativen Geschäft geworden ist. 

Yoga für alle Zielgruppen

Rund 80 Milliarden Dollar ist der Yoga-Markt schwer, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" (FAS). Allein in Berlin gebe es über 200 verschiedene Yoga-Zentren. Auch in anderen Großstädten boomt das Geschäft mit den langsamen Körperübungen. Dabei ist Yoga nicht gleich Yoga.

Denn der Markt für Yoga-Angebote scheint unendlich. So gibt es traditionelle Stile, wie beispielsweise Bikram-Yoga, das bei einer Temperatur von rund 40 Grad praktiziert wird. Ashtanga-Vinyasa-Yoga ist hingegen eine athletischere Variane. Und das Kriya-Yoga ist eine sehr alte, indische Form, die eher auf Meditation und Atemübung ausgerichtet ist. Doch längst haben findige Yogis für unterschiedliche Kundengruppen neue Yoga-Arten erfunden: Schwangere, Senioren, Kinder, Übergewichtige oder Gestresste. Es gibt Yoga für die Beine, die Augen, die Ohren. 

Milliardengeschäft mit Yoga-Klamotten

Europas größte Yoga-Kette sitzt im Teutoburger Wald. Zehn Millionen Euro Umsatz macht Yoga Vidya, schreibt die "FAS", mit rund 300 Studios, CDs, DVDs und einer Kosmetikserie. Denn Yoga-Begeisterte geben nicht nur Geld für die Kurse aus, auch das Equipment lässt sich die Kundschaft etwas kosten. Zur Freude von Lululemon, einem börsennotierten Unternehmen aus Kanada, das Yoga-Klamotten herstellt. Zwei Milliarden Dollar Umsatz erwirtschaftet der Konzern mit Sportbekleidung und Yoga-Ausrüstung: Jacken ab 150 Euro, Sport-BH für 50 Euro oder die Matte ab 60 Euro. Die spirituellen Ursprünge sind glänzenden Geschäften gewichen.

Yoga im Urlaub - und Geld von der Krankenkasse

Und es geht noch mehr - Yoga-Urlaub boomt. Ob in den Bergen oder an der Küste: Gerade im Luxussegment locken spezialisierte Hotels und die VIP-Yoga-Lehrer eine besser verdienende Zielgruppe an. Wer es weniger nobel ausprobieren will, wird sogar von der Krankenkasse unterstützt. Präventionskurse sollen die Versicherten fit machen - dafür gibt es Zuschüsse. 

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