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"Die Stunde Null" Wie sicher sind Kreuzfahrten? Tui Cruises-Chefin spricht über den schwierigen Neustart

Tui Cruises MeinSchiff 1
Kreuzfahrt-Touristen dicht an dicht wie hier an Bord der MeinSchiff 1 im letzten Jahr - das ist derzeit schwierig
© Jürgen Schwenkenbecher / Picture Alliance
Für die Kreuzfahrtbranche war 2020 wegen Corona bisher ein Albtraumjahr. Jetzt geht es langsam wieder los. Tui Cruises-Chefin Wybcke Meier erklärt im Podcast, wie das Risiko an Bord minimiert wird und warum Wirtschaftlichkeit gerade nicht an erster Stelle steht

Im großen Horror der Covid-19-Pandemie war es eine der gruseligsten Vorstellungen: Gemeinsam mit infizierten Passagieren auf einem Kreuzfahrtschiff zu sitzen – und womöglich von allen Häfen abgelehnt zu werden. Tatsächlich gerieten in der Krise einige Schiffe unter Quarantäne, wie die "Diamond Princess" im japanischen Yokohama. Sie wurden zum Symbol: Eine Branche, die jahrelang von steigenden Passagierzahlen und dem Versprechen des sorglosen Urlaubes auf See gelebt hatte, geriet auf einmal unter Generalverdacht. Monatelang lagen die Schiffe weltweit still.

Jetzt geht es wieder los, auch bei Tui Cruises, einem Hamburger Gemeinschaftsunternehmen des Tui-Konzerns mit der internationalen Gesellschaft Royal Caribbean Cruises. Seit Ende Juli sind die ersten Schiffe wieder unterwegs. Unter strengen Hygieneauflagen, mit nur etwa 60 Prozent Auslastung  und mit der ständigen Furcht, dass etwas schief gehen könnte. "Keiner kann heute sagen, dass wir eine Covid-freie Umgebung garantieren können", sagt Wybcke Meier, CEO von Tui Cruises, im Podcast "Die Stunde Null". "Aber wir können jede Menge tun, um das Risiko zu minimieren."

Zeit, die Dinge neu zu sehen
Dieser Text ist Teil der Initiative "Zeit, die Dinge neu zu sehen" der Bertelsmann Content Alliance, zu der auch der Verlag Gruner+Jahr gehört, in dem der stern erscheint. Gemeinsam wollen wir dazu anregen, den Blick auf positive Aspekte der Veränderungen nach der Corona-Pandemie zu richten, neue Perspektiven einzunehmen und den aktuellen wie zukünftigen Herausforderungen gemeinsam zu begegnen. Mehr Informationen gibt es unter www.zeit-die-dinge-neu-zu-sehen.de.

Mit Medizinern, Virologen und Epidemiologen wurde ein umfangreiches Konzept ausgearbeitet: Keine Landgänge, Mund- und Nasenschutz, ein eingeschränktes Sport- und Unterhaltungsangebot sowie strenge Regeln am Buffet. Da das Unternehmen mit einem hohen Anteil an Balkon-Kabinen arbeitet, hofft man bei Tui Cruises vor allem darauf, dass die alte Ursprungsidee der Kreuzfahrt ihren Reiz behält: Liegestuhl, frische Brise, aufs Meer schauen.

Und zumindest die Deutschen zeigen offenbar wieder reges Interesse. "Die Zusprache oder das Vertrauen der deutschen Kunden in die Kreuzfahrt, in eine deutsche Kreuzfahrt war von Anfang an sehr groß", sagt Meier. Ziel sei es, sagt die Tui Cruises-Chefin, zu zeigen, dass Kreuzfahrten wieder möglich sind. Der Weg zum Zustand aus der Zeit vor der Krise ist hingegen noch weit. Das gilt auch für ökonomische Aspekte: Für das laufende Jahr rechnet Meier mit Umsatzeinbußen in der Größenordnung von 70 Prozent. 160 Reisen mussten abgesagt werden, und der Betrieb wurde erst spät wieder aufgenommen. "Für diese Phase steht die Wirtschaftlichkeit nicht an erster Stelle", sagt Meier. 

Wie schwierig es ist, Seeleute in Covid-19-Zeiten zu beschäftigen und zu welcher Tour Wybcke Meier jetzt am ehesten rät, erfahren Sie in der neuen Folge von "Die Stunde Null",  direkt bei Audio NowApple oder Spotify oder via Google.

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