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Fahrdienst: Uber verliert Lizenz für London - und damit womöglich 3,5 Millionen Kunden

Der umstrittene Fahrdienst-Vermittler Uber darf seine Dienste in London künftig nicht mehr anbieten. Die zuständige Behörde sieht die Sicherheit der Passagiere gefährdet

Uber London

Ein Uber-Auto in London

Picture Alliance

Der US-Fahrdienstvermittler Uber bekommt keine neue Lizenz für London. Die zuständige Verkehrsbehörde, Transport for London, teilte am Montag mit, sie habe den entsprechenden Antrag von Uber abgelehnt. Festzustellen sei ein "Muster des Versagens" bei Uber, begründete die Aufsicht die Entscheidung. So habe das Unternehmen "mindesten 14.000 Mal" nicht genehmigte Fahrer beschäftigt, die das Uber-Profil eines anderen genutzt hätten. Das habe die Sicherheit der Fahrgäste und den Versicherungsschutz gefährdet.     

Es habe auch Fahrten mit "Fahrern ohne Führerschein oder entlassenen Fahrern" gegeben, erklärte die Verkehrsbehörde weiter. Zwar habe Uber Schritte unternommen, dies zu unterbinden. Doch Transport for London sei nach wie vor besorgt, wie leicht die Kontrollen ausgehebelt werden könnten.     

Uber hat in London 40.000 Fahrer

Die britische Hauptstadt ist der größte europäische Markt für den Fahrdienst-Vermittler - aber zugleich auch ein prestigeträchtiger Standort mit starker Konkurrenz. Nach Angaben des Unternehmens nutzen etwa 3,5 Millionen Menschen in London die App, etwa 40.000 Menschen sind als Fahrer registriert.

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Uber kann gegen die Entscheidung klagen. Dafür hat das Unternehmen 21 Tage Zeit. In diesen drei Wochen kann Uber weiter Fahrten in London anbieten. Das Unternehmen äußerte sich zunächst nicht.     

Der Bürgermeister von London, Sadiq Khan, erklärte, er stehe hinter der Entscheidung der Behörde. Sie sei sicherlich unpopulär - aber Uber müsse sich an die Regeln halten. "Sicherheit für die Londoner ist meine absolute Priorität Nummer eins", sagte Khan. 

rös / DPA / AFP
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