Wal-Rettungsaktion
Kräftiger Wind mit Sturmböen in der Wismarbucht

Der Buckelwal in der Wismarbucht hat sich am Montagmorgen deutlich mehr bewegt als in den vergangenen Tagen. Foto: Jens Büttner/
Der Buckelwal in der Wismarbucht hat sich am Montagmorgen deutlich mehr bewegt als in den vergangenen Tagen. Foto
© Jens Büttner/dpa

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Weil sich der gestrandete Wal bewegt hat, gerät die geplante Rettungsaktion in der Wismarbucht ins Stocken. Morgen soll der starke Wind abflauen, aber auch der Wasserstand wieder sinken.

In der Wismarbucht, wo sich der gestrandete Buckelwal befindet, ist heute bis in die Abendstunden mit kräftigem Wind aus nordöstlicher Richtung zu rechnen. Das sagt eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auf dpa-Anfrage.

Die erwartete Windgeschwindigkeit liege bei 55 bis 70 km/h, das entspreche Windstärke sieben bis acht. "Vereinzelt kann es auch zu Sturmböen mit Windstärke neun kommen", erklärt sie. Der DWD habe eine entsprechende Warnmeldung herausgegeben. In den späten Abendstunden werde der Wind dann schwächer. Die Temperaturen liegen bei maximal acht bis neun Grad.

Am Dienstag schwächerer Wind und viel Sonne

Am Dienstag sei weiterhin mit Wind aus Nordosten zu rechnen, aber nicht mehr so stark wie heute, sagt die DWD-Sprecherin. Die Windstärke liege voraussichtlich unterhalb der Warnstufe, könne in Böen bis zu 40 km/h betragen. Zunehmend mache sich Hochdruckeinfluss bemerkbar, mit vielen Sonnenstunden und wenig Wolken. Die Temperaturen lägen bei maximal 10 Grad.

Der Wasserstand in der Lübecker Bucht liegt heute nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) um 35 bis 70 Zentimeter über dem Normalhöhennull (NHN), in der Nacht von null bis 60 Zentimeter höher. Am Dienstag liege der Wasserstand nach aktueller Einschätzung zwischen 20 Zentimeter unter und 25 Zentimeter über NHN.

Je höher der Wasserstand liegt, desto größer ist die Chance, dass der Wal sich aus eigener Kraft fortbewegen kann. Wenn der Wasserstand wieder sinke, seien die Chancen des Wals, selbst wegzukommen, natürlich schlechter, sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin.

dpa